26 March 2026, 18:22

109 Dezibel: Polizei beschlagnahmt illegal getunten Hochleistungswagen in Witten

Schwarzer Sportwagen auf einer Rennstrecke umgeben von Verkehrskegeln, mit einem "Yokohama"-Schild im Hintergrund, Gras, einem Zaun und einem Lautsprecher im Vordergrund.

109 Dezibel: Polizei beschlagnahmt illegal getunten Hochleistungswagen in Witten

In Witten haben Beamte einen Hochleistungswagen beschlagnahmt, nachdem Messungen ergaben, dass das Fahrzeug Lärmwerte weit über den gesetzlichen Grenzwerten produzierte. Das auf der Holbeinstraße in einer absoluten Halteverbotszone abgestellte Auto erreichte bei der Kontrolle 109 Dezibel – deutlich mehr als die erlaubten 82 dB. Gegen den Besitzer wurden inzwischen verwaltungsrechtliche Verfahren eingeleitet.

Der Vorfall nahm seinen Anfang, als Polizisten den Wagen in einem gesperrten Bereich falsch geparkt vorfanden. Bei der Überprüfung stellten sie Lärmemissionen von 109 Dezibel fest, was den Verdacht auf Motorveränderungen weckte. Der Besitzer behauptete, der übermäßige Lärm stamme vom Biturbo-Motor des Fahrzeugs, doch die Ermittler gingen davon aus, dass die Motorsteuerung mit leistungssteigernder Software manipuliert worden war.

Der Wagen wurde umgehend sichergestellt, und die Betriebserlaubnis wurde entzogen. Nach deutscher Verkehrsordnung (§ 31 StVZO) drohen dem Halter nun Bußgelder von bis zu 1.000 Euro für das Führen eines nicht verkehrssicheren Fahrzeugs. Weitere Sanktionen könnten zwingende Reparaturen, ein Fahrverbot bis zur Regelkonformität des Autos oder sogar strafrechtliche Konsequenzen umfassen, falls der Lärm als öffentliche Gefährdung eingestuft wird.

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In schweren Fällen können Verstöße gegen § 315c des Strafgesetzbuchs (StGB) sogar zu Haftstrafen von bis zu fünf Jahren führen, wenn die übermäßige Lärmbelästigung andere gefährdet.

Das Fahrzeug bleibt vorerst in Polizeigewahrsam, während der Besitzer weitere rechtliche Schritte abwartet. Der Fall unterstreicht die Konsequenzen illegaler Tuning-Maßnahmen und übermäßiger Lärmverstöße in Deutschland. Die Behörden haben deutlich gemacht, dass solche Verstöße mit strengen Ahndungsmaßnahmen geahndet werden.

Quelle