18. März 1990: Wie Langenfeld das Erbe der ersten freien DDR-Wahl lebendig hält
Maria-Luise Kensy18. März 1990: Wie Langenfeld das Erbe der ersten freien DDR-Wahl lebendig hält
Der 18. März hat für die deutsche Demokratie eine besondere Bedeutung. An diesem Tag fanden 1990 in der DDR die ersten freien Wahlen zur Volkskammer statt. Jahrzehnte später ehren Gemeinden wie Langenfeld dieses Erbe durch bürgerschaftliches Engagement und lokale Initiativen.
In Langenfeld hat sich das Bündnis "Wir für Demokratie" zu einer treibenden Kraft für politische Teilhabe entwickelt. Mit 61 Partnern vor Ort organisiert die Gruppe Kundgebungen, Diskussionsrunden und kulturelle Veranstaltungen, um die Demokratie lebendig zu halten. Eva Kirbisch, eine zentrale Akteurin des Bündnisses, erinnerte an eine Pro-Demokratie-Demonstration, die 4.000 Menschen auf die Straße brachte. Sie betonte, dass Demokratie ansprechend – ja sogar unterhaltsam – sein müsse, um nachhaltiges Engagement zu wecken.
Die nächste Veranstaltung des Bündnisses ist die Ausstellung "Die Mütter des Grundgesetzes", die am 6. Mai um 16 Uhr im Rathaus am Buttermarkt eröffnet wird. Im Anschluss lädt ein World Café die Bürgerinnen und Bürger ein, sich auszutauschen und kreative Lösungen für lokale Herausforderungen zu entwickeln.
Der Politikwissenschaftler Professor Klaus Peter Hufer würdigte den 18. März kürzlich als historischen Wendepunkt. Gleichzeitig lobte er die Langenfelder Bürgerinnen und Bürger für ihren Einsatz und ihren zivilen Mut. Unterdessen diskutierten über 100 Anwohner in einer separaten Runde darüber, wie Demokratie im Alltag gestärkt werden kann.
Auch in Kempen entstand im Frühling 2021 eine ähnliche Initiative: "Demokratie – Jetzt!" wurde von acht Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen, um demokratische Werte durch gemeinschaftliches Handeln zu festigen.
Vom historischen Wahljahr 1990 bis zu den heutigen lokalen Projekten bleibt der 18. März ein Symbol für demokratischen Fortschritt. Die anstehende Ausstellung und das World Café in Langenfeld bieten den Bürgerinnen und Bürgern weitere Gelegenheiten, sich zu vernetzen und ihre Stadt mitzugestalten. Diese Bemühungen spiegeln ein breiteres Engagement wider – für eine lebendige und inklusive Demokratie.






