03 April 2026, 02:21

Abschied mit Tränen: Ex-Aviapartner-Mitarbeiter treffen sich am Flughafen Düsseldorf

Eine große Gruppe von Menschen, die auf Stühlen und Stehplätzen in einem Flughafen während einer Demonstration sitzen, mit Informationsschildern, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenbeleuchtung im Hintergrund.

Abschied mit Tränen: Ex-Aviapartner-Mitarbeiter treffen sich am Flughafen Düsseldorf

Ehemalige Mitarbeiter von Aviapartner Düsseldorf GmbH & Co. KG versammeln sich am 19. November am Flughafen Düsseldorf, um das Ende ihrer langjährigen Tätigkeit zu würdigen. Die Veranstaltung findet statt, nachdem das Unternehmen in diesem Jahr zusammenbrach und rund 450 Beschäftigte – darunter Gepäckabfertiger, Vorfeldmitarbeiter und Flugzeugreiniger – ihre Jobs verloren. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat sowohl die Vorgehensweise des Flughafens in dieser Angelegenheit als auch die politischen Entscheidungen, die zum Niedergang des Unternehmens führten, scharf kritisiert.

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Vor seinem Kollaps im Jahr 2024 beschäftigte Aviapartner am Flughafen Düsseldorf etwa 450 Menschen, die überwiegende Mehrheit in den Bereichen Bodenabfertigung, Gepäcktransport, Flugzeugreinigung und Vorfelddienst. Die Schließung des Unternehmens hat viele in eine unsichere Zukunft gestürzt.

Der Flughafen wies die Kritik zurück und betonte, dass die Entscheidung über die Lizenzvergabe beim Verkehrsministerium NRW und nicht in der eigenen Geschäftsführung gelegen habe. Zudem bestritt er Vorwürfe eines chaotischen Übergangs und erklärte, dass die zuvor von Aviapartner abgewickelten Flüge nun zuverlässig von der AAS übernommen würden.

Der ver.di-Gewerkschaftssekretär Andrej Bill machte politische Fehlentscheidungen und nicht betriebliche Versäumnisse für die Krise von Aviapartner verantwortlich. Die Gewerkschaft wirft dem Flughafen zudem vor, bei der Vergabe von Aufträgen unzureichend gehandelt und die Belegschaft im Stich gelassen zu haben. Zwar erkennt der Flughafen das Bedürfnis der Beschäftigten nach einem würdevollen Abschluss an, verweist jedoch auf rechtliche Vorgaben, die den Zugang zu Sicherheitsbereichen unmöglich machten.

Um den betroffenen Mitarbeitern zu helfen, organisiert ver.di im Dezember eine Jobmesse. Die Gewerkschaft kritisierte, dass der Flughafen es abgelehnt habe, hierfür Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Die Zusammenkunft am 19. November soll den ehemaligen Angestellten nach fast 25 Jahren einen würdigen Abschied ermöglichen. Der Flughafen betont unterdessen, dass der Betrieb unter dem neuen Dienstleister stabil laufe. Die Gewerkschaft setzt sich weiterhin für eine bessere Unterstützung der durch den Zusammenbruch Arbeitslos gewordenen ein.

Quelle