Antisemitische Vorfälle nach Fußballspiel in Köln erschüttern die Sportwelt
Hilde KochSportverbandesgericht behandelt Antisemitismus-Vorwürfe - Antisemitische Vorfälle nach Fußballspiel in Köln erschüttern die Sportwelt
Ein regionales Fußballspiel in Köln hat zu schweren Vorwürfen wegen antisemitischer Beleidigungen und Gewalt geführt. TuS Makkabi Köln, das am 14. September mit 7:2 gegen TFG Nippes II gewann, berichtete, dass seine Spieler beschimpft, angespuckt und körperlich angegriffen wurden. Der Vorfall wird nun sowohl vom Fußballverband als auch von der Polizei untersucht.
Das Spiel fand am 14. September statt und endete mit einem 7:2-Sieg für TuS Makkabi Köln. Nach dem Schlusspfiff gaben mehrere Spieler der Mannschaft an, verbal beleidigt und körperlich angegriffen worden zu sein. Zwei Spieler sollen demnach von einem gegnerischen Akteur angespuckt worden sein, während andere während und nach dem Spiel Beschimpfungen ausgesetzt waren.
TuS Makkabi Köln hat inzwischen bei der Staatsanwaltschaft Köln (Aktenzeichen 121 Js 1993/25) Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung erstattet. Auch der Fußballverband Mittelrhein hat sich eingeschaltet und für den 10. Oktober eine Verhandlung vor dem Sportgericht in der Sportschule Hennef angesetzt.
TFG Nippes II wies die Vorwürfe zunächst zurück, erklärte sich später jedoch bereit, den Vorfall gemeinsam mit den Beteiligten aufzuarbeiten. Die Behörden rekonstruieren weiterhin den Hergang der Ereignisse; gegen sechs Personen wird derzeit wegen antisemitischer Beleidigungen und tätlicher Angriffe ermittelt.
Der Fall bleibt Gegenstand aktiver Ermittlungen, wobei sowohl rechtliche als auch sportliche Konsequenzen möglich sind. Die Sportgerichtsverhandlung am 10. Oktober wird die Beweislage prüfen, bevor über weitere Schritte entschieden wird. Parallel dazu läuft die Aufklärung der Vorfälle im Rahmen des strafrechtlichen Verfahrens weiter.






