18 April 2026, 12:24

Bayer zahlt 185 Millionen Dollar wegen PCB-Belastung an US-Schule

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Bayer zahlt 185 Millionen Dollar wegen PCB-Belastung an US-Schule

Bayer muss nach langem Rechtsstreit 185 Millionen Dollar wegen Giftstoffbelastung an Schule zahlen

Ein Gericht hat den Konzern Bayer zur Zahlung von 185 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt – das Ergebnis eines jahrelangen Rechtsstreits um die Belastung mit giftigen Chemikalien an einer Schule im Bundesstaat Washington. Die Entscheidung folgt auf Klagen dreier Lehrkräfte, die nachweislich Hirnschäden durch PCBs erlitten – einen seit 1977 in den USA verbotenen Stoff, der einst von Monsanto hergestellt wurde. Der Fall erhöht den Druck auf das Unternehmen, während Aktionäre dringende Maßnahmen fordern.

Der Oberste Gerichtshof von Washington bestätigte die Entschädigungssumme für die drei betroffenen Lehrkräfte des Sky Valley Education Center in Monroe. Sie machen PCBs – polychlorierte Biphenyle – für ihre gesundheitlichen Schäden verantwortlich. Die Chemikalie, die bis zu ihrem Verbot 1977 von Monsanto produziert wurde, steht im Mittelpunkt des Verfahrens.

Bayer, das Monsanto 2018 übernahm, sieht sich weiterhin mit den juristischen Folgen konfrontiert. Zwar einigte sich der Konzern in den meisten Fällen aus dem Sky Valley-Komplex auf einen Vergleich, doch zwei spezifische Klagen und acht anhängige Berufungen sind noch nicht abgegolten. Mehr als 200 Schüler, Mitarbeiter und Eltern haben ähnliche Klagen eingereicht und führen ihre Gesundheitsprobleme auf PCB-Belastungen zurück.

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Bayer prüft nun weitere rechtliche Schritte und argumentiert, das Urteil verstoße gegen die Verfassung der USA. Parallel dazu hat Monsanto in Missouri Klage gegen ehemalige PCB-Kunden erhoben, um sich einen Teil der Prozesskosten für das Erbe der Chemikalie erstatten zu lassen.

Die 185-Millionen-Dollar-Entscheidung ist ein weiterer finanzieller Rückschlag für Bayer, dessen Aktienperformance ohnehin unter Beobachtung steht. Mit acht noch ausstehenden Berufungen und Hunderten ungelöster Fälle sind die juristischen Herausforderungen für den Konzern längst nicht bewältigt. Aktionäre drängen zunehmend auf entschlossenes Handeln, um die wachsenden Haftungsrisiken in den Griff zu bekommen.

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