Bergisch Gladbach stockt stellvertretende Bürgermeister auf – trotz Haushaltsengpässen
Hilde KochBergisch Gladbach stockt stellvertretende Bürgermeister auf – trotz Haushaltsengpässen
Bergisch Gladbach hat die Zahl seiner stellvertretenden Bürgermeister von drei auf vier erhöht. Der Stadtrat beschloss die Änderung in seiner ersten Sitzung – trotz anhaltender Haushaltsengpässe. Die Entscheidung folgte einem gemeinsamen Antrag von CDU, SPD und Grünen.
Die neue Struktur wurde vereinbart, nachdem die Grünen einen der Posten als stellvertretende Bürgermeisterin bzw. stellvertretender Bürgermeister erhalten hatten. Im Gegenzug unterstützten sie die Aufstockung der Gesamtzahl. Die Sitze wurden nach dem d'Hondt-Verfahren vergeben, das die Vertretung anhand der Parteistärke berechnet.
Jede stellvertretende Bürgermeisterin und jeder stellvertretende Bürgermeister erhält monatlich eine Aufwandsentschädigung von 395,40 Euro sowie zusätzliche Sitzungsgelder. Die Ernennung der vierten Stellvertreterin bzw. des vierten Stellvertreters bedeutet einen monatlichen Zuschlag von 764,70 Euro – das entspricht 150 Prozent des regulären Satzes von 509,80 Euro. Dadurch entstehen jährliche Mehrkosten von 9.176,40 Euro für die zusätzliche Position.
Nach den Haushaltsregeln der Stadt müssen neue Ausgaben durch Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Die stellvertretenden Bürgermeister übernehmen künftig mehr offizielle Aufgaben, darunter die Standesamtlichen Trauungen sowie die Vertretung der Stadt bei öffentlichen Veranstaltungen.
Mit der Erweiterung ziehen die Grünen erstmals in die Reihe der stellvertretenden Bürgermeister ein. Gleichzeitig steigen die jährlichen Ausgaben der Stadt um knapp 9.200 Euro. Die Verwaltung muss nun Einsparungen finden, um die zusätzlichen Kosten zu decken.






