Bergisch Gladbachs Verwaltung wächst um 29 Prozent – FDP fordert radikale Sparreformen
Felicia BeyerBergisch Gladbachs Verwaltung wächst um 29 Prozent – FDP fordert radikale Sparreformen
Verwaltung in Bergisch Gladbach um 29 Prozent gewachsen – FDP fordert Reformen
In den vergangenen sechs Jahren ist die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach um 29 Prozent gewachsen – von 1.187 auf 1.528 Stellen. Die FDP kritisiert diesen rasanten Anstieg und verlangt, den Fokus von politischen Grabenkämpfen auf finanzielle Verantwortung zu lenken. Angesichts von über 100 unbesetzten Stellen und einem jährlichen Haushaltsdefizit von voraussichtlich 50 Millionen Euro bis 2030 drängt die Partei auf dringende Reformen.
Die FDP in Bergisch Gladbach fordert eine sachlichere Debatte über die städtischen Finanzen. Die Stadträtin Dorothee Wasmuth rief die Verantwortlichen auf, Koalitionsstreitigkeiten hinter sich zu lassen und sich den eigentlichen Problemen zu widmen. Die Partei betrachtet die kürzlich beschlossene Obergrenze für Personalkosten als notwendigen Schritt zur Modernisierung – und nicht als Angriff auf die Beschäftigten im öffentlichen Dienst.
Stadtrat Dr. Alexander Engel (FDP) argumentierte, dass konservative Parteien ihre Politik ohne Blockaden durch linke Fraktionen umsetzen können müssten. Viele liberale oder konservative Vorschläge seien bisher an fehlender überparteilicher Unterstützung gescheitert, so Engel. Zudem lenke die aktuelle Diskussion über "Brandmauern" in Koalitionsfragen von den wahren Herausforderungen der Stadt ab.
Trotz des Personalzuwachses droht Bergisch Gladbach bis 2030 ein jährliches Minus von 50 Millionen Euro. Die FDP besteht darauf, dass der Oberbürgermeister die neuen Personalkostengrenzen unverzüglich durchsetzen muss. Ziel sei es, die Strukturen an eine Zukunft mit weniger erwerbsfähigen Einwohnern anzupassen – und nicht blind Stellen abzubauen.
Der Reformdruck der FDP kommt zu einer Zeit, in der die Stadt mit steigenden Personalkosten und einem schrumpfenden Haushalt kämpft. Da vergleichbare Daten aus anderen Städten ähnlicher Größe fehlen, dreht sich die Debatte vor allem um die Frage, ob das 29-prozentige Stellenwachstum tragbar ist. Die Partei erwartet nun vom Oberbürgermeister, die neuen Kostenvorgaben ohne Verzögerung umzusetzen.






