23 May 2026, 10:19

Betrügerische Briefe zielen auf Besitzer von Balkon-Solaranlagen ab – was jetzt zu tun ist

Strafe für Balkon-Kraftwerk? Bundesnetzagentur warnt vor Betrug

Betrügerische Briefe zielen auf Besitzer von Balkon-Solaranlagen ab – was jetzt zu tun ist

Betrügerische Schreiben geben sich als Bundesnetzagentur aus und zielen auf Besitzer von Balkon-Solaranlagen ab

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Mit gefälschten Briefen, die angeblich von der Bundesnetzagentur stammen, werden derzeit Besitzer von Mini-Photovoltaikanlagen auf Balkonen angeschrieben. Die Betrüger verlangen unter dem Vorwand nicht erfolgter Registrierungen Bußgelder – und nutzen dabei die Verunsicherung über tatsächliche gesetzliche Pflichten aus. Die Behörden warnen nun ausdrücklich vor der Masche.

In den falschen Schreiben wird den Empfängern vorgeworfen, ihre Solaranlagen nicht im Marktstammdatenregister erfasst zu haben. Sie fordern eine „Strafe“ von 41,60 Euro und drohen mit einem „vollen Bußgeld“ von 208 Euro, falls die Summe nicht innerhalb von 14 Tagen gezahlt wird. Zudem werden die Besitzer fälschlicherweise aufgefordert, einen jährlichen EEG-Bericht einzureichen.

Die Schreiben enthalten zahlreiche Ungereimtheiten: So sind die angegebenen Telefonnummern mit den Vorwahlen 0229 und 0223 für Bonn falsch, und die Absenderadresse stimmt nicht mit dem tatsächlichen Sitz der Bundesnetzagentur überein. Selbst die E-Mail-Adresse [email protected] hat nichts mit der Behörde zu tun.

Tatsächlich müssen Balkon-Solaranlagen innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister angemeldet werden. Zwar können bei versäumter Frist Bußgelder fällig werden – doch die Betrüger missbrauchen diese Regelung gezielt, um Menschen zu täuschen. Die Bundesnetzagentur rät Betroffenen, die Forderungen zu ignorieren und den Vorfall bei der Polizei anzuzeigen.

Die Masche nutzt die Unsicherheit vieler Anlagenbetreiber aus, doch die Behörde hat ihre Position klargestellt: Empfänger sollten verdächtige Schreiben überprüfen und auf keinen Fall Zahlungen leisten. Durch Meldungen der Betrugsfälle können die Ermittler die Verantwortlichen leichter ausfindig machen.

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