Bielefeld eröffnet achtes Jugendjustizzentrum für junge Straftäter in NRW
Stephen SchleichBielefeld eröffnet achtes Jugendjustizzentrum für junge Straftäter in NRW
In Bielefeld hat ein neues Jugendjustizzentrum seine Türen geöffnet – es ist bereits die achte Einrichtung dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Das Zentrum soll junge Straftäter über rechtliche Grenzen aufklären und ihnen gleichzeitig strukturierte Unterstützung bieten. Es liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs und orientiert sich an einem Modell, das vor über einem Jahrzehnt in Köln eingeführt wurde.
Das erste Jugendjustizzentrum wurde 2009 in Köln eröffnet. Seitdem sind in der gesamten Region ähnliche Einrichtungen entstanden, darunter eine in Paderborn, die seit 2012 jährlich etwa 50 junge Menschen begleitet.
In Bielefeld werden im neuen Zentrum Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendhilfe unter einem Dach zusammenarbeiten. Die Teilnehmer des Programms werden individuell ausgewählt und erhalten eine intensivere Betreuung als bisher. Dazu gehören maßgeschneiderte Förderangebote und feste Ansprechpartner, die ihnen helfen sollen, Rückfälle in die Kriminalität zu vermeiden.
Ein neuntes Jugendjustizzentrum ist bereits in Planung: In Duisburg soll bald eine weitere Einrichtung dieser Art entstehen. Bisher gibt es jedoch keine offiziellen Daten dazu, wie viele Straftaten dadurch verhindert oder wie viele Jugendliche erfolgreich von einer kriminellen Laufbahn abgehalten werden konnten.
Das Bielefelder Zentrum setzt auf frühzeitige Intervention und langfristige Begleitung junger Straftäter. Durch die Kombination aus Rechtskunde und individueller Fallarbeit hoffen die Behörden, die Rückfallquote zu senken. Das Modell verbreitet sich weiter – als nächste Stadt wird Duisburg das Konzept übernehmen.






