19 March 2026, 20:22

Bochum diskutiert über flexiblere Taxi- und Fahrvermittlungspreise nach FDP-Vorstoß

Ein gelbes Taxi fährt eine belebte Stadtstraße entlang, gesäumt von Gebäuden, während Fußgänger mit Regenschirmen auf dem Gehweg darunter gehen, mit Strommasten und Drähten im Hintergrund.

Bochum diskutiert über flexiblere Taxi- und Fahrvermittlungspreise nach FDP-Vorstoß

Bochum überdenkt seine Regulierung von Taxis und Fahrvermittlungsdiensten wie Uber und Bolt. Die örtliche FDP setzt sich für flexiblere Preismodelle ein und argumentiert, dass traditionelle Taxiunternehmen sich anpassen müssten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Aktuell liegt die Obergrenze für Fahrpreise bei 2,50 Euro pro Kilometer, doch die Stadt prüft nun neue Ansätze, um Fairness und Wettbewerb in Einklang zu bringen.

Im Februar 2026 hatte der Bochumer Stadtrat eine einheitliche Preisobergrenze von 2,50 Euro pro Kilometer für Taxis und Fahrvermittlungsdienste festgelegt. Diese Entscheidung folgte monatelangen Diskussionen mit dem Ziel, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Die Regelung trat am 10. März 2026 offiziell in Kraft; die lokale Verkehrsbehörde leitet seither eine Pilotphase zur Überwachung ein.

Die Bochumer FDP vertritt hier eine abweichende Position: Sie plädiert dafür, Taxiunternehmen nicht an starre Preise zu binden. Léon Beck, der lokale FDP-Vorsitzende, schlug vor, dass Fahrer mit Fahrgästen vor Fahrtantritt Festpreise aushandeln könnten. Zudem sprach er sich für günstigere Tarife in schwächer nachgefragten Zeiten aus, um mehr Kunden zu gewinnen.

Die Stadtverwaltung zeigt sich offen für diese Vorschläge. Eine in Auftrag gegebene Expertise untersucht derzeit mögliche Preismodelle; die Ergebnisse werden nach der Sommerpause erwartet. Unterdessen könnte die FDP-Fraktion einen offiziellen Antrag zur Unterstützung flexibler Tarife einreichen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bochums Ansatz unterscheidet sich deutlich von dem der Nachbarstadt Essen, wo der Fokus stärker auf dem Schutz traditioneller Taxiunternehmen liegt. Essen setzte separate Preisobergrenzen fest – 2,20 Euro pro Kilometer für Taxis und 2,80 Euro für Fahrvermittler –, nachdem im Januar 2026 eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden war. Die Testphasen für diese Regelungen sollen im April 2026 beginnen.

Die Überprüfung der Taxivorschriften in Bochum könnte zu Änderungen bei der Preisgestaltung führen. Die Ergebnisse der Expertise und ein möglicher FDP-Antrag könnten die künftige Politik prägen. Bis dahin bleibt die Stadt bei der Beobachtung des aktuellen Systems, erkundet aber gleichzeitig Alternativen.

Quelle