25 March 2026, 20:21

Bundesbank will Ein- und Zweicent-Münzen durch Rundung ersetzen

Alte deutsche 5 Kronen-Banknote mit einem Lineal daneben.

Bundesbank will Ein- und Zweicent-Münzen durch Rundung ersetzen

Die deutsche Bundesbank hat vorgeschlagen, Bargeldzahlungen künftig auf den nächsten Fünfcent-Betrag zu runden. Mit diesem Schritt sollen die Kosten für die Herstellung, Verpackung und den Transport von Kleingeld gesenkt werden. Falls der Plan genehmigt wird, würden Ein- und Zweicent-Münzen schrittweise aus dem Umlauf verschwinden.

Die neue Regelung würde die Preise an der Kasse leicht anpassen: Ein Artikel für 3,99 Euro würde in bar 4,00 Euro kosten, während 2,02 Euro auf 2,00 Euro abgerundet würden. Dieses Verfahren wird bereits in sieben EU-Ländern angewendet, darunter Finnland, die Niederlande und Italien.

Eine Studie der Bundesbank aus dem Jahr 2023 zeigte, dass Bargeld nach wie vor beliebt ist – fast die Hälfte aller Zahlungen im stationären Handel erfolgt weiterhin in bar. Einige deutsche Supermärkte, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, ermöglichen Kunden bereits jetzt, Beträge auf den nächsten Zehncent-Betrag aufzurunden, wobei der Differenzbetrag an gemeinnützige Organisationen geht.

Die öffentliche Unterstützung für die geplante Änderung scheint groß zu sein: Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 56 Prozent der Deutschen den Vorschlag befürworten. Eine vollständige Abschaffung der Ein- und Zweicent-Münzen würde jedoch eine EU-weite Zustimmung erfordern, da bisher noch kein Land diesen Schritt gewagt hat.

Der Plan der Bundesbank folgt einem Trend, der sich bereits in anderen europäischen Ländern abzeichnet. Die Rundung von Bargeldzahlungen könnte die Kosten für Unternehmen und Banken verringern. Der Vorschlag muss nun weiter diskutiert werden, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.

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