Bundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Solingen-Attentäter Issa H.
Stephen SchleichBundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Solingen-Attentäter Issa H.
Bundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Issa H. – Attentäter von Solingen
Der Bundesgerichtshof hat das lebenslange Urteil gegen Issa H., den Täter des tödlichen Messerangriffs von Solingen im Jahr 2024, bestätigt. Das höchste deutsche Gericht bestätigte am Freitag die Verurteilung – fast zwei Jahre, nachdem die Bluttat die Nation erschüttert hatte. Mit dem Beschluss bleibt der 35-Jährige dauerhaft in Haft, ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung.
Am Abend des 23. August 2024 überfiel Issa H. mit einem 19 Zentimeter langen Küchenmesser Besucher eines Stadtfestes in Solingen. Drei Menschen tötete er, acht weitere verletzte er schwer. Sein erklärtes Ziel: möglichst viele Menschen zu ermorden, die er als Symbole der westlichen Gesellschaft ansah.
Noch am folgenden Tag nahm die Polizei den Täter nach einer großangelegten Fahndung fest. Die Ermittlungen förderten später seine Verbindungen zur dschihadistischen Terrororganisation Islamischer Staat (IS) sowie seine radikale Ablehnung liberaler westlicher Werte zutage.
Im September 2025 verurteilte das Oberlandesgericht Düsseldorf Issa H. wegen dreifachen Mordes, neunfachen versuchten Mordes und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu lebenslanger Haft. Zudem ordnete das Gericht anschließende Sicherungsverwahrung an – mit der Begründung, der Täter stelle weiterhin eine erhebliche Gefahr für die Öffentlichkeit dar.
Der Anschlag löste landesweit Empörung aus und befeuerte erneut die Debatte über Deutschlands Flüchtlings- und Asylpolitik.
Mit der nun endgültigen Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist Issa H.s Strafe rechtskräftig – eine Freilassung kommt für ihn nicht infrage. Das Urteil zählt zu den härtesten der jüngeren deutschen Rechtsgeschichte. Der Fall prägt bis heute die Diskussionen über Sicherheit und Extremismus im Land.






