CDU in Willich will Friedhofserweiterung in bezahlbaren Wohnraum verwandeln
Maria-Luise KensyCDU in Willich will Friedhofserweiterung in bezahlbaren Wohnraum verwandeln
Die Willicher CDU hat einen ehrgeizigen Plan vorgelegt, um den Wohnungsbau auf einem großen Grundstück zu beschleunigen, das ursprünglich für die Erweiterung des Friedhofs vorgesehen war. Mithilfe eines städtebaulichen Vertrags will die Partei neuen Wohnraum für Singles, junge Familien und Senioren schaffen. Der Vorstoß ist Teil einer breiter angelegten Initiative, um Bürokratie abzubauen und den Bau von Wohnungen in der Stadt voranzutreiben.
Das 18.000 Quadratmeter große Areal soll unter strengen Auflagen an einen Investor verkauft werden. Dieser würde sämtliche Planungs- und Bauarbeiten übernehmen, während die Verkaufspreise für die neuen Wohnungen vertraglich gedeckelt blieben. Dieses Vorgehen entspricht Willichs laufender Bau-Beschleunigungsinitiative, die im Herbst 2023 ins Leben gerufen wurde, um Wohnprojekte zu beschleunigen.
Im Rahmen des Schnellverfahren-Programms können Kommunen mehr Entscheidungen delegieren, Fristen verkürzen und Baugenehmigungen sogar als erteilt betrachten, falls innerhalb von drei Monaten keine Entscheidung fällt. Seit dem Start der Initiative sind laut einem Ratsbericht vom Februar 2026 bereits 12 neue Wohnungen entstanden.
Zudem fordert die CDU, dass Willich bis 2026 auf digitale Baugenehmigungsverfahren umstellt. Das Parteimitglied Tobias Pascaly hat die Verwaltung aufgefordert, die Beschleunigungsinitiative konsequenter umzusetzen. Gleichzeitig plädiert die Partei dafür, ökologische, gestalterische und energetische Standards zu überprüfen – mit dem Ziel, den Neubau bezahlbarer zu gestalten, ohne Umwelt- oder Städtebauvorgaben zu verwässern.
Falls der Plan genehmigt wird, würde aus einer ehemaligen Friedhofsreserve dringend benötigter Wohnraum entstehen. Die CDU-Vorschläge kombinieren investorengetriebene Entwicklung mit Preisbindungen und vereinfachten Genehmigungsverfahren. Nun müssen die Verantwortlichen entscheiden, ob sie die Maßnahmen übernehmen – und wie zügig diese umgesetzt werden können.






