20 March 2026, 18:22

Christian Ulmen in der Krise: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung vor

Schwarze und weiße Zeitschriftentitel 'Humoristische Liste' mit einem Mann im Anzug mit ernster Miene und einer Frau, die verschmitzt in die andere Richtung schaut.

Christian Ulmen in der Krise: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung vor

Deutscher Komiker und Schauspieler Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, unter ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und in ihrer Identität Telefonsex geführt zu haben. Die Anschuldigungen haben die Kritik an Ulmens umstrittenen TV-Rollen neu entfacht, in denen oft frauenfeindlicher Humor eine zentrale Rolle spielte.

Bekanntheit erlangte Ulmen vor allem Mitte der 2000er mit der ProSieben-Realityshow Mein neuer Freund, in der er wöchentlich einen anderen "schrecklichen Freund" verkörperte. Das Konzept: Eine Frau stellte ihren neuen Partner ihrer Familie vor – doch Ulmens Figur benahm sich dabei absichtlich skandalös. Eine seiner prägendsten Rollen war die des snobistischen Adligen Alexander von Eich, eines wohlhabenden, herablassenden Aristokraten. Frauen, die die Demütigungen bis zum Ende ertrugen, erhielten am Ende eine Geldsumme.

2013 moderierte er bei Tele 5 die Sendung Wer will meine Freundin vögeln? (Originaltitel: Who Wants to Fuck My Girlfriend?), in der er als Uwe Wöllner auftrat – eine Figur mit schiefem Gebiss. In der Show traten männliche Kandidaten gegeneinander an, um zu beweisen, wer die "heißeste" Freundin hatte. Die Frauen wurden dabei peinlichen Challenges unterzogen, die Teil des spektakelhaften Formats waren.

Fernandes bezeichnet Ulmens mutmaßliches Handeln nun als "virtuelle Vergewaltigung" und behauptet, er habe sie jahrelang im Netz unter falscher Identität dargestellt. Ihre Vorwürfe haben eine erneute Debatte über seine früheren Auftritte ausgelöst, bei denen Kritiker die frauenverachtenden Untertöne seiner Performances betonen. Einige beziehen sich dabei auf Gisèle Pelicots Leitspruch "Die Scham muss die Seite wechseln", um die aktuelle Kontroverse einzuordnen.

Als die Beziehung zwischen Ulmen und Fernandes 2010 öffentlich wurde, fragten sich Beobachter, warum eine "brillante, geistreiche Intellektuelle" sich mit einer "hübschen, aber etwas austauschbaren Viva-Moderatorin" einlasse. Die Bemerkung spiegelte damals die öffentliche Wahrnehmung ihrer Dynamik wider.

Die Vorwürfe gegen Ulmen fallen in eine Zeit, in der die Unterhaltungsbranche zunehmend zur Rechenschaft gezogen wird. Fernandes' Anschuldigungen – kombiniert mit seiner Geschichte umstrittenen TV-Formaten – setzen ihn starkem öffentlichen Druck aus. Der Fall wirft Fragen nach den Grenzen zwischen künstlerischer Performance und privatem Verhalten auf.

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