Cybertrading-Betrug: Wie Kriminelle mit falschen Versprechungen zuschlagen
Stephen SchleichCybertrading-Betrug: Wie Kriminelle mit falschen Versprechungen zuschlagen
Die deutsche Polizei warnt vor einer zunehmenden Betrugsmasche, den sogenannten Cybertrading-Betrug. Opfer werden häufig über soziale Medien oder Online-Werbung angelockt, wobei ihnen hohe Renditen für kleine Investitionen versprochen werden. Die Ermittler der Kriminalinspektion 23 raten zur Vorsicht und geben Hinweise, um weitere Fälle zu verhindern.
Der Betrug beginnt meist mit einer unaufgeforderten Nachricht oder einer Anzeige. Betrüger überreden ihre Opfer, in Kryptowährungen oder andere Anlageformen auf einer scheinbar professionellen Handelsplattform zu investieren. Die anfänglichen Beträge liegen oft zwischen 250 und 500 Euro, doch die Kriminellen fälschen schnell beeindruckende Gewinne, um die Opfer zu weiteren Einzahlungen zu bewegen.
Ein Mann aus Bonn wurde kürzlich Opfer, nachdem er über eine Online-Werbung investiert hatte. Später stellte er fest, dass die Plattform nicht mehr erreichbar war, und erstattete Anzeige bei der Polizei. In den meisten Fällen kommt es nie zu einer Auszahlung. Stattdessen verlangen die Betrüger oft zusätzliche Überweisungen für angebliche Steuern oder Gebühren – oder sie verschwinden einfach.
Die Behörden raten, unaufgeforderte Anlageangebote grundsätzlich mit Skepsis zu behandeln. Vor einer Geldanlage sollte man die Handelsplattform gründlich prüfen. Zudem sollte man keinen Fernzugriff auf den eigenen Computer gewähren, keine sensiblen Daten preisgeben und kein Geld auf unbekannte Konten überweisen.
Die Ermittler klären aktuell verstärkt über diese Betrugsform auf. Sie fordern alle, die den Verdacht haben, Ziel eines solchen Betrugs geworden zu sein, auf, sich bei der örtlichen Polizei zu melden. Weitere Tipps gibt es auf den Websites des Landeskriminalamts NRW und der Polizeilichen Kriminalprävention.






