E-World in Essen bricht Besucherrekord – doch regulatorische Wolken hängen über der Energiewende
Felicia BeyerE-World in Essen bricht Besucherrekord – doch regulatorische Wolken hängen über der Energiewende
E-World-Messe in Essen verzeichnet Rekordbesuch – doch regulatorische Unsicherheit trübt die Stimmung
Die diesjährige E-World in Essen zog fast 47.000 Fachbesucher aus 126 Ländern an – ein Plus von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Präsentiert wurden zukunftsweisende Lösungen, von KI-gestützten Energiesystemen über die Sicherheit intelligenter Zähler bis hin zu bidirektionalem Laden. Die Veranstalter wollen nun weiter expandieren: Nach sechs genutzten Hallen in diesem Jahr sollen 2025 alle acht Ausstellungsflächen belegt werden.
Das Wachstum der Messe zeigte sich sowohl in der Größe als auch in der thematischen Vielfalt. Die Zahl der Aussteller stieg um 16 Prozent auf 1.136, wobei Start-ups und Innovatoren mit einem Zuwachs von 40 Prozent besonders stark vertreten waren. Neue Schwerpunkte wie Batteriespeicher, künstliche Intelligenz und Behind-the-Meter-Speichersysteme standen im Mittelpunkt. Mindestens sechs Unternehmen konkurrieren mittlerweile in diesem letzten Segment – ein Zeichen für die wachsende Nachfrage.
Doch die Messe fand vor dem Hintergrund regulatorischer Unsicherheit statt. Ein durchgesickertes Entwurfspapier zum deutschen Netzpaket löste heftige Diskussionen aus. Kritiker warnen, die geplanten Änderungen – darunter die Abschaffung der Einspeisevorrangregelung, Kürzungen bei der Abregelungsentschädigung und Gebühren für Netzbetreiber bei Netzausbauvorhaben – könnten Investitionen in Erneuerbare untergraben. Zwar haben Speicherentwickler ihre Pläne noch nicht geändert, doch Branchenvertreter sprechen von einem verheerenden Signal für Investoren.
Auf der Marktseite dämpfen die niedrigen Preise für Photovoltaik die Aktivität bei Stromabnahmeverträgen (Power Purchase Agreements, PPAs). Verbände fordern weiterhin stabile Rahmenbedingungen, beschleunigte Netzanschlüsse und klare Regeln für flexible Verträge. Diese Appelle fallen in eine Phase, in der sich die Messe zunehmend der Unterstützung der gesamten Energiewende widmet.
Die Expansion der E-World spiegelt den Aufschwung der Branche wider – mit mehr Ausstellern, Besuchern und innovativen Technologien. Doch die politischen Debatten um das Netzpaket werfen Fragen über die künftigen Investitionsbedingungen auf. Ob die regulatorische Klarheit mit dem Marktwachstum Schritt halten kann, wird sich spätestens bei der nächsten Messe mit acht voll genutzten Hallen zeigen.
E-World 2026 Expands with New Features and Record Exhibitors
The E-World 2026 fair in Essen confirmed record-breaking momentum with 1,100+ exhibitors and free student access. New additions included:
- A debut Day of Municipalities for local energy solutions
- Joint country pavilions showcasing international collaboration
- Free admission for university and school students






