14 April 2026, 06:23

Eurobahn will bis 2025 den vollen Fahrplan nach Personalmangel wiederherstellen

Plakat mit einem Zug auf Eisenbahnschienen mit mehreren Menschen in der Nähe, das "The American Jobs Plan Will Expand Affordable Public Transportation" bewirbt.

Eurobahn will bis 2025 den vollen Fahrplan nach Personalmangel wiederherstellen

Eurobahn kämpft seit April 2024 mit massivem Personalmangel und musste infolgedessen ihr Angebot drastisch kürzen. Der Eisenbahnbetreiber, der wichtige Strecken in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus bedient, reduzierte die Taktung auf einigen Linien um bis zu 40 Prozent. Nun soll der Fahrplan bis Dezember 2025 schrittweise wieder vollumfänglich hergestellt werden – parallel läuft die Suche nach einem langfristigen Käufer.

Anfang 2024 geriet Eurobahn durch akuten Personalnotstand in eine Krise, die zu flächendeckenden Zugausfällen führte. Um den Betrieb zu stabilisieren, dünnte das Unternehmen die Fahrten auf einzelnen Strecken auf nur noch einen Zug pro Stunde aus. Wie der technische Geschäftsführer Karsten Schulz bestätigte, verkehrten auf manchen Linien bis zu 40 Prozent weniger Züge.

Betroffen von den Kürzungen waren unter anderem die wichtigen Regionalverbindungen RE13, RE3 und RB67, die Städte in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden verbinden. Trotz der Einschränkungen strebt Eurobahn an, die Ausfallquote durch gezielte Einstellungs- und Schulungsoffensiven auf 4 bis 5 Prozent der geplanten Zugkilometer zu senken.

Unterdessen arbeitet der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) – ein Zusammenschluss aus Mobilität Ruhr-Lippe, Mobilität Münsterland, VVOWL, nph und ZWS – an der Zukunftssicherung von Eurobahn. Der Verband plant, bis zum Fahrplanwechsel 2027/2028 einen Investor zu finden, wobei die Frist aufgrund auslaufender Verträge auf das Jahr 2032 datiert ist. Nils Werner, bei der NWL zuständig für Markt und Kunden, betonte, dass zuverlässige Schienenverbindungen entscheidend seien, um Investoren zu gewinnen.

Eurobahn rechnet damit, bis Dezember 2025 wieder den vollen Fahrplan anbieten zu können – nach monatelangen Einschränkungen. Die NWL muss bis 2032 einen Käufer finden, um den Betrieb über die aktuellen Verträge hinaus zu sichern. Bis dahin bleiben Personalgewinnung und Ausbildungsprogramme oberste Priorität.

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