Forschungsprojekt VoltaVia will Baustellen in der DACH-Region elektrifizieren
Stephen SchleichForschungsprojekt VoltaVia will Baustellen in der DACH-Region elektrifizieren
Forschungsprojekt „VoltaVia“: Elektrifizierung von Baustellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Ein neues Forschungsprojekt erforscht Wege, um Baustellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu elektrifizieren. Die Initiative mit dem Namen VoltaVia zielt darauf ab, Emissionen zu reduzieren, indem dieselbetriebene Maschinen durch elektrische Alternativen ersetzt werden. Erste Ergebnisse deuten auf erhebliche ökologische und betriebliche Vorteile für die Branche hin.
Das auf zwei Jahre angelegte VoltaVia-Projekt wird geleitet vom Lehrstuhl für Produktionsengineering von E-Mobilitätskomponenten (PEM) der RWTH Aachen. Gemeinsam mit Zeppelin Rental entwickelt das Team praxisnahe Elektrifizierungskonzepte, die speziell auf die DACH-Region zugeschnitten sind. Ein Schwerpunkt liegt auf der Erstellung eines Energienachfragemodells, um den zukünftigen Bedarf an Strom und Wasserstoff auf Baustellen vorherzusagen.
Aktuelle Daten zeigen, dass die Umstellung einer 16 Kilometer langen Baustelle auf Elektroantrieb bis zu 960 Tonnen CO₂ einsparen könnte. Viele Dieselfahrzeuge – von Baggern bis zu Walzen – sind bereits als elektrische Versionen erhältlich oder befinden sich als Prototypen in der Entwicklung. Batteriebetriebene Lösungen dürften den Markt in naher Zukunft dominieren, während Wasserstoff langfristig vor allem für große, leistungsstarke Geräte eine Schlüsselrolle spielen könnte.
Trotz der Vorteile bleiben Herausforderungen bestehen: Höhere Anschaffungskosten und eine noch unzureichende Ladeinfrastruktur bremsen die flächendeckende Einführung aus. Dennoch bieten Elektromaschinen klare Vorteile: geringere Emissionen, einfachere Bedienung und geringeren Wartungsaufwand im Vergleich zu herkömmlichen Dieselmodellen.
Die Ergebnisse des Projekts könnten den Weg für eine breitere Nutzung elektrischer Baumaschinen ebnen. Mit nachgewiesenen Einsparungen bei Emissionen und Betriebskosten könnten die Erkenntnisse mehr Unternehmen zum Umstieg motivieren. Der nächste Schritt wird sein, diese Lösungen in realen Einsatzszenarien in der gesamten DACH-Region zu demonstrieren.






