Fraktionswechsel im Stadtrat: FDP verliert Status, SPD profitiert finanziell
Hilde KochFraktionswechsel im Stadtrat: FDP verliert Status, SPD profitiert finanziell
Daniel Schirm hat die Freie Demokratische Partei (FDP) und deren Fraktion im Stadtrat verlassen. Er ist inzwischen zur SPD-Fraktion gewechselt – ein Schritt, der die politische Machtbalance und die Verteilung der Mittel verändert.
Durch Schirms Austritt aus der FDP sinkt die Zahl der Mandatsträger der Partei unter die für den Fraktionsstatus erforderliche Grenze. Dadurch verliert die FDP ihre jährliche Förderung in Höhe von 59.400 Euro und erhält für 2026 nur noch einen anteiligen Betrag für die bereits verstrichenen Monate.
Mit seinem Beitritt zur SPD-Fraktion erhöht sich deren Mitgliederzahl auf 16. Dadurch steigt die monatliche Aufwandsentschädigung der Fraktion um 300 Euro, während sich die jährliche Grundförderung von 105.000 auf 120.000 Euro erhöht. Insgesamt bedeutet dies eine jährliche Mehreinnahme von 18.600 Euro für die SPD.
Schirms Wechsel macht ihn jedoch nicht automatisch zum SPD-Parteimitglied. Wäre er als fraktionsloser Stadtrat geblieben, hätte er monatlich 475 Euro erhalten.
Von Schirms Übertritt profitiert die SPD-Fraktion sowohl finanziell als auch personell. Die FDP hingegen verliert nicht nur Mittel, sondern auch ihren bisherigen Fraktionsstatus. Eine Parteimitgliedschaft in der SPD ist mit Schirms neuer Rolle nicht verbunden.






