Friedrich Merz: Vom EU-Parlamentarier zum mächtigsten Kanzler Deutschlands
Felicia BeyerVom Friesenstand-Rebellen zum Bundeskanzler - Friedrich Merz: Vom EU-Parlamentarier zum mächtigsten Kanzler Deutschlands
Friedrich Merz ist nun seit sechs Monaten deutscher Bundeskanzler. Mit 70 Jahren ist er der zweitälteste Regierungschef in der Nachkriegsgeschichte des Landes. Seine politische Karriere umfasst mehrere Jahrzehnte – von seinen Anfängen im Europäischen Parlament bis zu seiner heutigen Rolle an der Spitze der Regierung.
1989 betrat Merz die politische Bühne als Abgeordneter des Europäischen Parlaments. Nur fünf Jahre später zog er in den Bundestag ein, wo er schnell Karriere machte. Im Jahr 2000 löste er Wolfgang Schäuble als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ab – ein Amt, das er 25 Jahre lang innehatte.
Nach seinem Rückzug aus der ersten politischen Reihe 2009 wandte sich Merz der Privatwirtschaft zu. Bereits seit 2004 war er Partner der Kanzlei Mayer Brown und beriet Großkonzerne. Später übernahm er prominente Positionen, darunter den Vorsitz von BlackRock Deutschland und Führungsaufgaben bei der HSBC. Diese Jahre festigten seine Verbindungen zu Finanz- und Wirtschaftskreisen.
Sein politisches Comeback begann 2022 mit der Wahl zum CDU-Parteivorsitzenden. Dieser Sieg ebnete ihm den Weg als Kanzlerkandidat der Union und führte schließlich zu seiner Ernennung zum Bundeskanzler. Abseits der Politik bleibt Merz seiner Heimat, der Sauerland-Region, verbunden, wo er leidenschaftlich gern Mountainbike fährt. Seit 2005 ist er zudem Mitglied des Andenpakts.
Merz' Weg ins Kanzleramt vereint langjährige politische Erfahrung mit tiefgreifendem wirtschaftlichem Sachverstand. Seine Führung prägt nun die Ausrichtung Deutschlands – nach einer Laufbahn, die von Wechseln zwischen öffentlichem Amt und Unternehmensverantwortung geprägt war. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich sein Hintergrund auf die politischen Entscheidungen auswirkt.






