30 April 2026, 04:23

Fritz Schramma verlässt CDU nach harter Kritik an Parteiführung

Ein Mann im Anzug steht an einem Podium mit Mikrofonen und spricht hinter einem Bildschirm, wahrscheinlich über die Rücktrittsankündigung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Fritz Schramma verlässt CDU nach harter Kritik an Parteiführung

Fritz Schramma, der 78-jährige ehemalige Oberbürgermeister von Köln, hat die Christlich Demokratische Union (CDU) verlassen. Sein Austritt folgt auf scharfe Kritik an der Parteiführung und deren Umgang mit den jüngsten Wahlniederlagen. Schrammas Schritt hat Reaktionen bei lokalen CDU-Vertretern ausgelöst, darunter auch beim Fraktionsvorsitzenden Bernd Petelkau.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Entschluss Schrammas kommt, nachdem der CDU-Kandidat Markus Greitemann in den Kölner Kommunalwahlen die Stichwahl verpasst hatte. Stattdessen zogen Konkurrenten der Grünen in die nächste Runde ein – ein weiterer Rückschlag für die Partei. Schramma übt öffentlich Kritik an der Führungsstruktur der CDU und erklärte, die "Parteiarbeit in Köln sei kein Nebenjob". Zudem warf er der Partei vor, die Ursachen für die Wahlniederlage nicht ausreichend aufgearbeitet zu haben.

Die Kölner CDU wird derzeit von Serap Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt und Bundestagsabgeordnete, sowie dem Landtagsabgeordneten Florian Braun geführt. Schramma betonte, dass weder die Partei noch die Stadtratsfraktion die Gründe für die Niederlage analysiert hätten.

Petelkau wies Schrammas Vorwürfe zurück und bedauerte dessen Austritt. Er fügte hinzu, dass eine Auswertung der Wahlniederlage zunächst mit der Parteispitze besprochen werde, bevor sie den Mitgliedern präsentiert werde.

Schrammas Rückzug unterstreicht die anhaltenden Spannungen innerhalb der Kölner CDU. Seine Kritik zielt auf Bedenken hinsichtlich Führung und Strategie nach den jüngsten Wahlniederlagen ab. Nun steht die Partei vor der Frage, wie sie diese Herausforderungen in Zukunft angehen wird.

Quelle