Funk in der Kritik: Warum die Bibel als "Müll" auf dem Mond polarisiert
Felicia BeyerFunk in der Kritik: Warum die Bibel als "Müll" auf dem Mond polarisiert
Funk, die jugendorientierte Digitalplattform der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, steht erneut in der Kritik – diesmal wegen eines Instagram-Beitrags, in dem die Bibel als „Müll“ bezeichnet wurde. Es ist nicht das erste Mal, dass dem Format vorgeworfen wird, antichristliche Tendenzen zu verbreiten.
Schon Anfang dieses Jahres hatte Funk in einem Social-Media-Post die Datierungsangabe „v. u. Z.“ (vor unserer Zeitrechnung) anstelle der traditionellen Abkürzung „v. Chr.“ (vor Christus) verwendet. Die Redaktion rechtfertigte diese Entscheidung als neutrale Konvention und betonte, es handle sich nicht um eine bewusste Abkehr von christlicher Terminologie.
Erst kürzlich veröffentlichte Funk einen Instagram-Beitrag über „Müll auf dem Mond“. In der Aufzählung wurden neben Asche, Golfbällen und Beuteln mit menschlichen Fäkalien auch die Bibel genannt. Die Plattform erklärte, der Begriff „Müll“ beziehe sich hier auf von Menschen geschaffene Gegenstände – ohne abwertende Absicht. Da Mondgestein bei Rücktransporten zur Erde Vorrang habe, blieben selbst Abfallprodukte auf dem Erdtrabanten zurück.
Sowohl der Duden als auch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache definieren „Müll“ als Abfallstoffe aus Haushalten oder Betrieben und führen „Abfall“ und „Unrat“ als Synonyme auf.
Funk verteidigt in beiden Fällen seine Wortwahl und inhaltlichen Entscheidungen. Man halte die Formulierungen für sachlich und kontextuell angemessen. Kritiker werfen der Plattform hingegen vor, mit solchen Darstellungen christliche Werte zu missachten.






