Funke Mediengruppe verlässt MVFP bis 2027 nach internen Konflikten
Stephen SchleichFunke Mediengruppe verlässt MVFP bis 2027 nach internen Konflikten
Die Funke Mediengruppe hat bekannt gegeben, bis Ende Juni 2027 aus dem MVFP auszutreten. Die Entscheidung folgt auf Streitigkeiten über das Wahlverfahren der Organisation und interne Kommunikationsprobleme. Das Unternehmen war jahrelang ein bedeutendes Mitglied und ein wichtiger finanzieller Förderer.
Der Austritt erfolgt in einer turbulenten Phase für den MVFP: Der langjährige Vorsitzender Philipp Welte gibt sein Amt ab, und als Nachfolger wird Lars Joachim Rose, Verleger beim Klambt-Verlag, erwartet. Warum Julia Becker nicht für eine Führungsposition in der Organisation in Betracht gezogen wird, hat die Funke Mediengruppe nicht erläutert.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Funke Mediengruppe aus einem Branchenverband zurückzieht. Ende 2022 verließ sie aus ähnlichen Gründen den BDZV. Ob eine Rückkehr zum MVFP möglich wäre und unter welchen Bedingungen, blieb offen.
Der Ausstieg der Funke Mediengruppe stellt für den MVFP einen spürbaren Verlust dar. Als eines der größten Medienhäuser Deutschlands schwächt ihr Abgang sowohl den Einfluss als auch die finanzielle Basis der Vereinigung. Der Schritt unterstreicht die anhaltenden Spannungen innerhalb des Verbands.
