Geheime Liebesbriefe von Brian Jones tauchen nach 60 Jahren wieder auf
Maria-Luise KensyGeheime Liebesbriefe von Brian Jones tauchen nach 60 Jahren wieder auf
Ein Konvolut von Briefen, das auf eine Liebesaffäre zwischen Rolling-Stones-Gründer Brian Jones und einer Londoner Verkäuferin hindeutet, ist wiederaufgetaucht. Die Sammlung gehörte Sylvia, die in einem Bekleidungsgeschäft arbeitete und später ein Modedesign-Studium aufnehmen wollte. Die Briefe sollen nun in Derbyshire versteigert werden.
Terry Wainwright entdeckte die Schreiben versteckt im hinteren Teil eines Vitrinenschranks im Haus seiner verstorbenen Mutter Sylvia. Darunter befanden sich persönliche Notizen von Brian Jones, Mick Jagger und Keith Richards, die einen Einblick in die frühen Tage der Band vor ihrem weltweiten Ruhm gewähren. Ein Brief von Jones war mit „Hi love! Brian hier.“ unterzeichnet und erwähnte Besuche in Sylvias Wohnung. Ein anderer beschrieb eine Party in Mick Jaggers Wohnung, bei der „alle“ anwesend waren.
Die Briefe verweisen zudem auf weitere prominente Persönlichkeiten der Zeit, darunter den Musiker Jeff Beck und Christine Shrimpton, die Schwester des Models Jean Shrimpton. Sylvia begann 1964, mit den Rolling Stones zu verkehren – zu einer Zeit, als die Band am Vorabend ihres Durchbruchs stand. Die Sammlung bietet eine zeitgenössische, ungeschönte Schilderung ihres Lebens, bevor die Gegenkultur der 1960er Jahre mythische Züge annahm.
Das Archiv, zu dem auch Fotos gehören, wird bei dem Auktionshaus Hansons Auctioneers in Etwall auf einen Preis zwischen 1.600 und 2.100 Pfund geschätzt. Es wirft ein Licht auf Brian Jones’ Privatleben vor seinen späteren Krisen und seinem frühen Tod mit nur 27 Jahren. Die Stücke gewähren eine seltene, intime Perspektive auf einen entscheidenden Moment der Musikgeschichte.






