Gericht gibt grünes Licht für Windkraftanlage trotz Protesten von Paragliding-Club
Stephen SchleichParagliding Club Fails in Lawsuit Against Wind Turbine in North Rhine-Westphalia - Gericht gibt grünes Licht für Windkraftanlage trotz Protesten von Paragliding-Club
Ein Paragliding- und Drachenseglerclub in Nordrhein-Westfalen hat seinen Rechtsstreit gegen eine Windkraftanlage im Hochsauerlandkreis verloren. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) des Landes wies den Eilantrag des Vereins ab und beendete damit den Streit über die Auswirkungen des Projekts auf den Flugbetrieb.
Das Urteil bestätigt, dass die in etwa 550 Metern Entfernung vom Startplatz des Clubs geplante Anlage keine unmittelbare Gefahr für den Betrieb oder die Sicherheit darstellt.
Der Verein hatte argumentiert, die Windkraftanlage würde unzumutbare Einschränkungen und erhebliche Sicherheitsrisiken für die Piloten mit sich bringen. Turbulenzen und die Nähe zum Startplatz würden demnach die Flüge beeinträchtigen.
Das OVG sah jedoch keine Belege dafür, dass das Projekt die Existenz des Clubs gefährdet. Zudem stellte das Gericht fest, dass der Verein im Planungsverfahren ordnungsgemäß angehört worden war. Bei Windgeschwindigkeiten unter 20 km/h könnten die Flugaktivitäten dem Urteil zufolge mit nur geringfügigen Beeinträchtigungen fortgesetzt werden.
Im Mittelpunkt des Falls stand ein Windparkprojekt im Hochsauerlandkreis, für das der Energiekonzern VERBUND die Rechte von ENOVA übernommen hatte. Zwar ist die genaue Anzahl der geplanten Anlagen unklar, doch Aufnahmen vom März 2026 zeigen, dass im gesamten Sauerland bereits Fundamente und Turbinen errichtet wurden. In der Urteilsbegründung wurden keine direkten Konflikte mit lokalen Freizeitaktivitäten wie Paragliding oder Drachensteigen festgestellt.
Mit der Gerichtsentscheidung kann das Windkraftprojekt wie geplant voranschreiten. Der Club muss sich nun an die neuen Bedingungen in der Nähe seines Startplatzes anpassen. Das Urteil schafft zudem einen Präzedenzfall für das Zusammenspiel von Windenergieprojekten und lokalen Freizeitgruppen in der Region.






