Gewalt gegen Bahnmitarbeiter in NRW erreicht alarmierenden Höchststand
Felicia BeyerGewalt gegen Bahnmitarbeiter in NRW erreicht alarmierenden Höchststand
Gewalt gegen Bahnmitarbeiter in Nordrhein-Westfalen nimmt dramatisch zu
In Nordrhein-Westfalen haben die Angriffe auf Bahnpersonal stark zugenommen: Allein im vergangenen Jahr wurden über 1.300 Bedrohungen registriert. Auch körperliche Übergriffe in Regionalzügen stiegen an – von 823 auf 905 Vorfälle im gleichen Zeitraum.
Als Reaktion darauf haben die Behörden die Videoüberwachung im gesamten Verkehrsnetz ausgebaut. Mittlerweile sind rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge in NRW mit Kameras ausgestattet. Geplante Nachrüstungen sollen sicherstellen, dass künftig sämtliche Züge dieser Kategorie lückenlos überwacht werden.
Auch in Bussen und an Bahnhöfen wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Neue Busse erfassen nun das gesamte Innere, während kleinere und mittelgroße Stationen mit zusätzlichen Kameras ausgerüstet wurden. Sicherheitskräfte, die in Zügen und auf Bahnhöfen patrouillieren, setzen zudem standardmäßig kleine Körperkameras ein.
In Dortmund überwachen speziell eingesetzte Sicherheitsmitarbeiter nachts die Live-Bilder aus einer zentralen Leitstelle. Im Rheinland laufen derzeit Pilotprojekte für Körperkameras, deren erste Ergebnisse zeigen, dass sie zur Deeskalation von Konflikten beitragen.
Angesichts der steigenden Gewaltwelle wird die Überwachungstechnik nun flächendeckend ausgebaut. Mehr Kameras in Zügen, Bussen und auf Bahnsteigen sollen abschreckend wirken und die Aufklärung von Straftaten erleichtern. Die Maßnahmen sind Teil der laufenden Bemühungen, die Sicherheit für Personal und Fahrgäste in der gesamten Region nachhaltig zu verbessern.
