Grenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt testet europäische Rettungskräfte unter Realbedingungen
Stephen SchleichGrenzüberschreitende Katastrophenübung in Gangelt testet europäische Rettungskräfte unter Realbedingungen
Großübung für den Katastrophenfall in Gangelt: Grenzüberschreitende Rettungskräfte im Einsatz
Am vergangenen Wochenende fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine großangelegte Notfallübung statt. Rettungsteams aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien probten gemeinsam die Bewältigung eines großflächigen Unglücks. Ziel der Übung war es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von über 30 Behörden und Organisationen in der Euregio Maas-Rhein zu stärken.
Das Szenario sah einen schweren Zusammenstoß zwischen einem Gefahrguttransporter, einem Reisebus und mehreren Pkw vor. Dutzende Verletzte wurden simuliert, was einen schnellen Einsatz der Rettungskräfte erforderte. Die Kreisstraße 13 blieb für den Übungszeitraum gesperrt und wurde erst am späten Samstagabend wieder für den Verkehr freigegeben.
Niederländische Einheiten übernahmen in Schutzkleidung die Führung bei der Eindämmung auslaufender gefährlicher Stoffe. Drohnen lieferten aus der Luft Echtzeitdaten, um die Einsatzkoordination zu unterstützen. Die Organisatoren betonten, dass die Teams trotz unterschiedlicher nationaler Vorschriften und Einsatzverfahren reibungslos zusammenarbeiteten.
Die Übung reiht sich in ähnliche grenzüberschreitende Manöver der letzten Jahre ein, etwa die Übung Aurora in Aachen (2023) oder Crossborder Rescue 2024 in der Nähe von Lüttich. Typischerweise beteiligen sich rund 15 internationale Organisationen an solchen Einsätzen, darunter das Technische Hilfswerk (THW) und Feuerwehren aus Deutschland, die niederländische Brandweer sowie der belgische Katastrophenschutz (Civiele Bescherming).
Die Übung wurde als Erfolg gewertet und zeigte, dass Rettungskräfte aus verschiedenen Ländern auch unter Druck effektiv zusammenarbeiten können. Künftige Manöver sollen auf diesen Erfahrungen aufbauen und die grenzüberschreitende Katastrophenbewältigung in der Euregio Maas-Rhein weiter optimieren.






