24 May 2026, 00:32

Großeinsatz auf Müngstener Brücke: Drei Personen lösen Bahn-Chaos aus

Leichtsinn auf der Müngstener Brücke hat teure Folgen: Polizei und Stadtverwaltung verhängen Kostenbescheide gegen die Täter

Großeinsatz auf Müngstener Brücke: Drei Personen lösen Bahn-Chaos aus

Drei Personen auf Gleisanlagen der Müngstener Brücke gesichtet – Notfall-Einsatz und Zugausfälle

Am Sonntag, dem 8. März, kurz nach Mittag, wurden drei Personen dabei beobachtet, wie sie unbefugt die Gleisanlagen in der Nähe der Müngstener Brücke betraten. Ihr Verhalten löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus und zwang zur Sperrung der Strecke zwischen Solingen und Remscheid für 41 Minuten.

Augenzeugen berichteten, gegen 12:05 Uhr zwei Erwachsene und ein Kind im gesperrten Gleisbereich gesehen zu haben. Die Behörden reagierten umgehend: Beamte der Bundespolizei, der Wuppertaler Polizeidirektion sowie Feuerwehrkräfte aus Solingen und Remscheid rückten an. Die Strecke blieb bis 12:50 Uhr gesperrt, was zu erheblichen Behinderungen im Schienenverkehr führte.

Die beiden Erwachsenen gaben später an, ihre Navigations-App habe sie auf die Brücke geleitet. Die Bundespolizei betonte jedoch, dass deutlich sichtbare Verbotszeichen vorhanden gewesen seien, die unbedingt zu beachten sind. Infolgedessen wurden gegen die beiden Erwachsenen Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

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Die Kosten des Einsatzes werden nun von den Verantwortlichen eingezogen. Die Feuerwehr Solingen stellte 656 Euro für den Einsatz von Fahrzeugen und Personal in Rechnung, die Wuppertaler Polizeidirektion verlangte pro betroffener erwachsener Person 118,50 Euro. Die Bundespolizei hatte zudem 99,60 Euro an operationellen Ausgaben. Die Stadt Solingen hat bereits offizielle Kostenbescheide nach dem Brandschutzgesetz Nordrhein-Westfalens erlassen, während Remscheid noch über mögliche Gebühren entscheidet.

Der Fall befindet sich derzeit in der Anhörungsphase; eine endgültige Entscheidung über die Kostenerstattung in Remscheid steht noch aus.

Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf die Gefahren durch unbefugtes Betreten von Bahnanlagen. Die Einsatzkräfte hatten erhebliche Kosten zu tragen, und Zugreisende mussten mit Verspätungen rechnen. Die Behörden weisen weiterhin auf die Einhaltung von Sicherheitshinweisen in der Nähe von Gleisen hin.

Quelle