Grundschüler und Polizei stoppen Raser vor der Schule – mit überraschender Methode
Stephen SchleichGrundschüler und Polizei stoppen Raser vor der Schule – mit überraschender Methode
Viertklässler der Fellinghausener Grundschule haben kürzlich gemeinsam mit der Polizei an einer Verkehrsaktion in der Nähe ihrer Schule teilgenommen. Ziel der Kontrollen war es, Rasern und die korrekte Nutzung von Kindersitzen entgegenzuwirken. Der Einsatz erfolgte vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs der Verkehrsunfälle mit Kindern im Vergleich zum Vorjahr.
Bei der Aktion wurden fast 120 Autofahrer angehalten. Davon erhielten 36 eine freundliche Ermahnung wegen kleinerer Verstöße, während 81 eine Dankeskarte für ihre vorbildliche Fahrweise überreicht bekamen. Geldstrafen gab es nur bei schweren Vergehen – die meisten leichteren Verfehlungen wurden mit mündlichen Verwarnungen geahndet.
Die Kinder übernahmen bei den Kontrollen eine aktive Rolle: Sie verteilten die Ermahnungen an Regelbrecher und die Dankeskarten an diejenigen, die sich an die Vorschriften hielten. Besonders häufig waren Unfälle zuvor zu Zeiten passiert, in denen Kinder auf dem Weg zur oder von der Schule oder von Freizeitaktivitäten waren.
Landrat Andreas Müller lobte das Engagement der Schüler, die das Verkehrskontrollteam tatkräftig unterstützten. Auch Polizeidirektor Marcel Zirnsak sprach sich für die Initiative aus und betonte, wie die Beteiligung der Kinder den Autofahrern eine eindringliche Mahnung sein könne.
Die Aktion reagierte auf wachsende Sorgen nach einem Anstieg der Kinderunfälle im Straßenverkehr um 74 Prozent. Durch die Zusammenarbeit von Schülern und Polizei sollte die Verkehrssicherheit im Umfeld von Schulen verbessert werden. Die Behörden hoffen, dass die Maßnahme die Risiken in den Hauptverkehrszeiten der Kinder verringert.
