Gütersloh reformiert Stadtverwaltung: Weniger Stellvertreter, mehr Effizienz bis 2025
Stephen SchleichGütersloh reformiert Stadtverwaltung: Weniger Stellvertreter, mehr Effizienz bis 2025
Der Stadtrat von Gütersloh hat eine umfassende Umstrukturierung der Stadtverwaltung beschlossen, um die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. Die am 14. November 2023 beschlossenen Änderungen werden schrittweise innerhalb der nächsten zwei Jahre umgesetzt. Dazu gehören die Reduzierung der Stellvertreterposten des Bürgermeisters sowie eine Neuordnung wichtiger Fachbereiche.
Anlass für die Reform ist der geplante Ruhestand des stellvertretenden Bürgermeisters Andreas Kimpel im Frühjahr 2025. Sein Ausscheiden führte zu einer Überprüfung der Führungsstruktur des Rates. Künftig wird die Zahl der Bürgermeisterstellvertreter von drei auf zwei reduziert: Markus Kottmann (CDU) übernimmt die Position des ersten Stellvertreters, Wiebke Heine (SPD) wird zweite Stellvertreterin. Beide werden Bürgermeister Matthias Trepper in Abwesenheitszeiten vertreten und repräsentative Aufgaben wahrnehmen.
Zudem hat der Rat seine Geschäftsordnung für die neue Amtszeit überarbeitet. Eine zentrale Neuerung ist die Auflösung des Ressorts "Kultur und Weiterbildung" zum 1. Mai 2025. Das Kulturamt, die Kultur Räume Gütersloh sowie das NRW-Kultursekretariat werden künftig direkt dem Bürgermeister unterstellt. Die Volkshochschule und die Stadtbücherei wechseln hingegen in den Verantwortungsbereich von Henning Matthes, dessen Ressort neu "Bildung, Soziales und Sport" heißt.
Weitere Anpassungen umfassen die Umbenennung des Integrationsrats in den "Ausschuss für Chancengleichheit und Integration". Zudem wird zum 1. Dezember 2025 eine neue Stabsstelle für Arbeitssicherheit und Gesundheitsprävention eingerichtet, die direkt dem Bürgermeister berichtet. Laut Verwaltung sollen die Änderungen Doppelstrukturen abbauen, Zuständigkeiten klarer regeln und langfristig Einsparungen bringen.
Ziel der Reformen ist eine schlankere Verwaltung mit transparenteren Verantwortungsbereichen. Durch die Zusammenlegung von Aufgaben und den Abbau von Redundanzen erhofft sich der Rat effizientere Abläufe und geringere Kosten. Die Umstrukturierung soll bis Ende 2025 vollständig abgeschlossen sein.






