Kölns neues Straßenbauprogramm 2026–2028: Prioritäten, Stopp für Radwege und Personalnot
Maria-Luise KensyKölns neues Straßenbauprogramm 2026–2028: Prioritäten, Stopp für Radwege und Personalnot
Kölner Verkehrs- und Mobilitätsausschuss billigt neues Straßenbauprogramm für 2026–2028 – doch der Fokus liegt zunächst auf 2026
Der Kölner Ausschuss für Mobilität und Verkehr hat ein neues Straßenbauprogramm für die Jahre 2026 bis 2028 verabschiedet, doch die unmittelbare Priorität gilt den Vorhaben für 2026. In der Sitzung wurden zudem Verzögerungen bei zentralen Projekten thematisiert, darunter ein gestoppter Radwegausbau und Personalmangel, der Instandhaltungsarbeiten beeinträchtigt. Mehrere lokale Straßenbauprojekte müssen nun aufgrund rechtlicher und logistischer Hürden angepasst oder verschoben werden.
Die jüngste Sitzung des Ausschusses begann mit der Verabschiedung des Maßnahmenprogramms 2026–2028. Zwar wurde der gesamte Plan gebilligt, doch nur die Projekte für 2026 wurden detailliert behandelt. Dazu zählt die Sanierung der Leverkuser Straße, deren Beginn nun in die zweite Jahreshälfte 2027 verschoben wurde – gemäß einem überarbeiteten Zeitplan.
Ein geplanter Radweg auf dem Hasenweg in Refrath wurde gestoppt, nachdem das Verwaltungsgericht Köln das Vorhaben für unzulässig erklärte. Begündet wurde die Entscheidung mit unzureichenden Verkehrsuntersuchungen, woraufhin die Stadt alle bisherigen Vorbereitungen zurücknehmen musste.
Für die Paffrather Straße bestätigte der Ausschuss den Bau geschützter Radspuren auf beiden Seiten zwischen Reuterstraße und Stationsstraße. Die Buchholzstraße hingegen wird nach Variante 1 umgestaltet, die die bestehende Verkehrsführung weitgehend beibehält.
Die CDU schlug vor, die Straße „Auf der Kaule“ in Refrath zu verbreitern, um die Zufahrt für Lkw zu verbessern. Der Plan sieht vor, zwei Meter des angrenzenden Waldgebiets in Anspruch zu nehmen – eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.
Personalmangel bremst Fortschritt aus Die zuständige Behörde leidet unter einem eklatanten Personalmangel, der nach Haushaltskürzungen die Umsetzung von Instandhaltungsprojekten erschwert. Aktuell ist nur ein Mitarbeiter für die statische Verkehrssteuerung zuständig – und dieser befindet sich derzeit im Urlaub.
Die Beschlüsse des Ausschusses geben zwar für einige Projekte klare Zeitvorgaben vor, andere bleiben jedoch in der Schwebe. Während die Radwegpläne für den Hasenweg vom Tisch sind, werden die Umgestaltungen der Paffrather Straße und der Buchholzstraße wie geplant umgesetzt. Doch anhaltender Personalmangel und rechtliche Rückschläge führen zu Verzögerungen bei weiteren Vorhaben, darunter die verschobene Sanierung der Leverkuser Straße. Die Stadt muss diese Herausforderungen nun angehen, bevor weitere Fortschritte möglich sind.






