Kushners Milliardenresort auf albanischer Schutzinsel spaltet Bevölkerung und Umweltaktivisten
Maria-Luise KensyKushners Milliardenresort auf albanischer Schutzinsel spaltet Bevölkerung und Umweltaktivisten
Jared Kushners Investmentfirma plant Bau eines Milliardenresorts auf geschützter Insel in Albanien
Die Investmentfirma von Jared Kushner will auf einer unter Naturschutz stehenden Insel in Albanien ein Luxusresort im Milliardenwert errichten. Das Vorhaben, das von der albanischen Regierung unterstützt wird, hat unter der lokalen Bevölkerung Proteste ausgelöst – viele fürchten um die Umwelt. Das Gebiet gehört zu Europas erstem Wildfluss-Nationalpark und ist Lebensraum seltener Tierarten wie Flamingos und Pelikane.
Albanien, ein kleines Balkanland an der Adria und NATO-Mitglied, strebt den Beitritt zur EU an. Das Land beherbergt Tausende Mitglieder der Muǧahedin-e Chalq (MEK), einer iranischen Exilgruppe, die sich gegen Teheran stellt. Ministerpräsident Edi Rama unterstützt die MEK und wirft dem Iran vor, in Albanien Proteste zu schüren.
Kushners Firma Affinity Partners zielt darauf ab, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten zu stärken. Die albanische Regierung verlieh dem Unternehmen den Status eines „strategischen Investors“, wodurch das Resort-Projekt Umweltprüfungen und öffentliche Ausschreibungen umgehen kann. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und lösten Demonstrationen aus, bei denen Aktivisten mit rosafarbenen Flamingo-Ausschnitten protestierten.
Das Vjosa-Narta-Delta, wo das Resort entstehen soll, ist ein Hotspot der Biodiversität mit Schildkrötenbrutstätten und geschützten Vogelarten. Die EU hat wiederholt Bedenken wegen Korruption und schwacher Rechtsstaatlichkeit in Albanien geäußert – Probleme, die den Beitrittsprozess zum Block belasten könnten.
Trotz lokalen Widerstands und ökologischer Bedenken wird das Projekt vorangetrieben. Die albanische Regierung rechtfertigt die beschleunigte Umsetzung mit den erwarteten wirtschaftlichen Vorteilen. Die Sorgen der EU zur Governance könnten künftige Entscheidungen über Albaniens EU-Beitritt beeinflussen.






