Kwasniok bremst den Hype um Kölns Jungstar El Mala – und warnt vor falschen Erwartungen
Felicia BeyerKwasniok über den Hype um Talent: "Wie die erste Liebe mit 14" - Kwasniok bremst den Hype um Kölns Jungstar El Mala – und warnt vor falschen Erwartungen
1. FC Köln-Trainer Lukas Kwasniok warnt vor dem Hype um Jungtalent Saïd El Mala
Lukas Kwasniok, Chefcoach des 1. FC Köln, hat sich kritisch zum wachsenden Medienrummel um den jungen Stürmer Saïd El Mala geäußert. Trotz des vielversprechenden Starts des Spielers in der Bundesliga betont Kwasniok, dass überzogene Erwartungen eine Fußballerkarriere belasten können, bevor sie sich voll entfalten kann.
El Mala hat in dieser Saison einen starken Einstand hingelegt: In seinen ersten sechs Bundesliga-Spielen erzielte der 20-Jährige zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Kwasniok unterstrich sein Vertrauen in den Nachwuchsspieler, indem er ihn in jeder Partie bisher in die Startelf berief.
Doch der Trainer bleibt skeptisch gegenüber der mediengetriebenen Euphorie um junge Talente. Den Rummel um El Mala verglich er mit der „ersten Liebe mit 14“ – leidenschaftlich, aber oft unrealistisch. Kwasniok kritisierte, dass Teile der Fußballbranche unter Druck stünden, Hype ohne substanzielle Grundlage zu erzeugen.
Zudem wies er aktuelle Gerüchte über einen möglichen Wechsel El Malas zum FC Bayern entschieden zurück. Kwasniok bezeichnete diese Berichte als „falsch“. Seine größere Sorge gilt jedoch den langfristigen Folgen solcher Aufmerksamkeit für die Entwicklung eines Spielers. Rückschläge durch überhöhte Erwartungen könnten, so der Trainer, schwer zu überwinden sein.
Kwasniok betonte, dass seine Aussagen eine ausgewogenere Perspektive fördern sollen. Er wünscht sich, dass Diskussionen über junge Talente auf Fakten basieren – und nicht auf Spekulationen.
El Mala bleibt vorerst Stammspieler in Köln, doch die Worte seines Trainers lenken den Fokus auf die Risiken von frühem Medientrubel. Die Debatte um seine Zukunft wirft nun auch die Frage auf, wie Hype junge Profis im Fußball beeinflusst. Kwasnioks Haltung unterstreicht die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit aufstrebenden Talenten.






