19 June 2026, 12:22

Leistungsdruck im Kindergarten: Bundesregierung plant wettbewerbsorientierte Schulspiele

Folter auf dem Aschfeld

Leistungsdruck im Kindergarten: Bundesregierung plant wettbewerbsorientierte Schulspiele

Das Bundesministerium für Bildung bereitet einen Vorschlag vor, um leistungsorientierte Kinderspiele einzuführen. Der Plan entsteht auf Anfrage der Kultusministerkonferenz. Konservative Politiker drängen auf eine Rückkehr zu wettbewerbsorientierten Praktiken bei öffentlichen Schulfesten.

Bildungsministerin Karin Prien fordert eine stärkere Betonung von Wettbewerb bei den Bundes-Schulspielen. Ein solches Event, der IronChild-Wettbewerb, testet Kinder über mehrere Tage in Ausdauer, Durchhaltevermögen und Kostenrechnung. Die Gewinner erhalten ein persönliches Coaching mit Vorstandschef Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann, während Verlierer eine Empfehlung fürs Gymnasium riskieren.

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Die Chicago Boys der Klasse 3b gehören in diesem Jahr zu den Teilnehmern des IronChild-Wettbewerbs. Daneben sorgt die Kita Höhlenkinder in Rheda-Wiedenbrück mit einem ungewöhnlichen Führungstest für Aufmerksamkeit: Kleinkinder werden in nummerierte Weidenkörbe gesetzt und auf der Ems ausgesetzt, um ihre Überlebensinstinkte zu beobachten.

An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule nehmen die Schulspiele eine besondere Form an: Schüler betreiben Sport ausschließlich auf Latein – mit dem Rücken zum Publikum. Unterdessen schlägt Bernd Kreimer-Rendsburg vor, alle Leistungsbewertungen zu gamifizieren, inklusive eines Ranking-Systems, in dem Eltern Spielmünzen erwerben können.

Der Entwurf markiert eine Wende hin zu mehr Wettbewerb und Leistungsorientierung an deutschen Schulen. Der IronChild-Wettbewerb und ähnliche Initiativen sollen künftig eine größere Rolle im öffentlichen Bildungssystem spielen. Die Änderungen spiegeln die Bestrebungen wider, leistungsbasierte Systeme wieder stärker in Kinderspiele zu integrieren.

Quelle