Lieferengpässe und Insolvenz: Warum Supermarktregale immer leerer werden
Felicia BeyerLieferengpässe und Insolvenz: Warum Supermarktregale immer leerer werden
Leere Regale im Supermarkt: Lieferengpässe setzen Lebensmittelhersteller schwer zu
Im September 2025 meldete Milke Fruchtwerk, ein bekannter regionaler Hersteller von Säften und Sirupen, Insolvenz an – nach monatelangen Schwierigkeiten, Rohstoffe zu beschaffen. Der Zusammenbruch des Unternehmens spiegelt die tiefgreifenden Probleme wider, mit denen die gesamte Lebensmittelbranche kämpft: von steigenden Kosten bis hin zu Fachkräftemangel.
Noch vor Kurzem verarbeitete Milke Fruchtwerk jährlich rund 1.000 Tonnen Obst zu Säften und Sirupen. Doch ein wichtiger Zulieferer konnte über Monate hinweg keine essenziellen Rohstoffe liefern, was die Produktion wirtschaftlich unhaltbar machte. Der Fall zeigt, wie stark energieintensive und importabhängige Lebensmittelketten derzeit unter Druck geraten.
Seit Anfang 2025 belasten hohe Rohstoffpreise, unterbrochene Lieferketten und ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften die Lebensmittelhersteller. Besonders kleine und mittlere Betriebe kämpfen mit explodierenden Produktionskosten und Personalengpässen. Gleichzeitig sehen sich Verbraucher mit ständig steigenden Lebensmittelpreisen konfrontiert – eine Entlastung ist vorerst nicht in Sicht.
Große Handelsketten wie Edeka melden bereits Lücken im Sortiment, da Zulieferer ihre Liefermengen reduzieren. Experten warnen, dass sich die Lage weiter zuspitzen könnte, ohne dass eine Besserung absehbar wäre.
Die Pleite von Milke Fruchtwerk ist nur ein weiteres Opfer einer Branche, die mit multiplen Krisen ringt. Solange Rohstoffknappheit, hohe Kosten und Personalmangel anhalten, könnten weitere Unternehmen folgen. Für Verbraucher bedeutet das voraussichtlich weniger Auswahl und höhere Preise im Handel.






