Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns tritt nach zehn Jahren zurück
Stephen SchleichLünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns tritt nach zehn Jahren zurück
Jürgen Kleine-Frauns tritt am 31. Oktober 2025 als Bürgermeister von Lünen zurück – damit endet eine Jahrzehnt an der Spitze der Stadt. Seine Amtszeit stand im Zeichen der Modernisierung, des Abbaus von Bürokratie und der Neuausrichtung der Kommunalverwaltung als Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger. Geleitet von den Prinzipien "Suche das Wohl der Stadt" und "Das Wohl des Volkes ist das höchste Gesetz" hinterlässt er ein Erbe aus großen Infrastrukturprojekten und gemeinwohlorientierten Initiativen.
Kleine-Frauns trat sein Amt mit einer klaren Vision an: die Stadtverwaltung effizienter und bürgernäher zu gestalten. Er trieb die digitale Transformation voran, reduzierte überflüssige Vorschriften und förderte eine lösungsorientierte Haltung unter den Mitarbeitenden. Diese Herausforderungen, so betonte er, würden auch für seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger Priorität behalten.
Einer seiner sichtbarsten Erfolge war die Umgestaltung des Viktoria-Geländes zur Internationalen Gartenausstellung. Aus einem Brachland entstand eine grüne Oase für die Öffentlichkeit, die Besucher anzieht und das lokale Gemeinschaftsgefühl stärkt. Daneben vorangetrieben wurden der Ausbau von Schulen und Sporteinrichtungen, darunter eine neue Vierfeld-Sporthalle in Lünen-Süd.
Die Förderung des Ehrenamts war ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit. "Was Ehrenamtliche für unsere Stadt leisten, ist unbezahlbar – das kann man mit keinem Geld der Welt aufwiegen", sagte er häufig. In zehn Jahren nahm er an 60 Ratssitzungen teil – insgesamt 260 Stunden, eine Verpflichtung, auf die er, wie er zugab, nicht unbedingt zurückblicken werde.
Auf seine Amtszeit zurückblickend gab Kleine-Frauns seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger mit auf den Weg: Dialogbereitschaft bewahren, mutige Entscheidungen treffen und in Drucksituationen einen kühlen Kopf bewahren.
Mit seinem Abschied endet für Lünen eine Ära – zurück bleiben modernisierte Schulen, grüne Freiflächen und ein Impuls für digitale Fortschritte. Die künftige Bürgermeisterin oder der künftige Bürgermeister übernimmt eine Verwaltung, die von seinem Engagement für Effizienz, Ehrenamt und direkten Bürgerkontakt geprägt ist. Wie es mit der Stadt weitergeht, hängt nun davon ab, wie diese Grundlagen in den kommenden Jahren ausgebaut werden.






