Migrationsberatung in der Krise: Bundesweiter Aktionstag zeigt Finanzierungslücken auf
Stephen SchleichMigrationsberatung in der Krise: Bundesweiter Aktionstag zeigt Finanzierungslücken auf
Bundesweiter Aktionstag zu Migrationsberatung am 1. Oktober
Am 1. Oktober fand ein bundesweiter Aktionstag zur Migrationsberatung statt. In Hamm trafen sich Vertreter aus Kommunalpolitik und Bund, um über die Herausforderungen der Migrationsdienste zu diskutieren. Die Veranstaltung zeigte sowohl Erfolge als auch wachsende Sorgen über Kürzungen bei der Finanzierung auf.
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) richteten die Diskussion im DRK-Heim in Bockum-Hövel aus. Migrationsberatungsstellen und Jugendmigrationsdienste in Hamm präsentierten ihre Arbeit durch Vorträge und persönliche Erfahrungsberichte. Beraterinnen und Berater sowie Klienten teilten Beispiele gelungener Integration und verdeutlichten so die Bedeutung lokaler Unterstützung.
In einer PowerPoint-Präsentation wiesen DRK und AWO auf eingeschränkte Angebote aufgrund finanzieller Engpässe hin. Svetlana Dittmar von der AWO betonte den Wert von Programmen wie Kommunikationstrainings und Kursen zur sozialen Kompetenz für junge Migrantinnen und Migranten. Diese Initiativen, so Dittmar, spielten eine zentrale Rolle dabei, Neuankömmlingen den Einstieg in das Leben in Deutschland zu erleichtern.
Der Bundestagsabgeordnete Michael Thews (SPD) nahm an der Veranstaltung teil und sicherte zu, sich für die Fortführung der Förderung einzusetzen. Er räumte ein, dass die Haushaltsverhandlungen für 2026 noch liefen, warnte jedoch, dass der aktuelle Kostendruck bereits zum Abbau einiger Programme geführt habe. Sowohl lokale als auch bundesweite Vertreter waren sich einig, dass eine stabile finanzielle Absicherung notwendig ist, um die essenziellen Dienstleistungen aufrechtzuerhalten.
Die Veranstaltung in Hamm brachte Politiker, Berater und Migrantinnen sowie Migranten zusammen, um die Lage der Migrationshilfe zu bewerten. Angesichts der unsicheren Finanzierung, die bestehende Programme bedroht, unterstrichen die Diskussionen die Dringlichkeit, die notwendigen Mittel zu sichern. Die Ergebnisse der Haushaltsverhandlungen für 2026 werden entscheiden, ob Schlüsselangebote in ihrem bisherigen Umfang weitergeführt werden können.






