14 April 2026, 12:24

Mindestlohn steigt bis 2027 auf 14,60 Euro – was das für Arbeitgeber bedeutet

Deutsches Propagandaplakat mit einer Frau mit langen Haaren und Text.

Mindestlohn steigt bis 2027 auf 14,60 Euro – was das für Arbeitgeber bedeutet

Mindestlohn in Deutschland steigt bis 2027 auf 14,60 Euro

In den kommenden Jahren wird der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland weiter angehoben – bis auf 14,60 Euro im Jahr 2027. Die jüngsten Erhöhungen sind Teil einer Reihe von Anpassungen, seit der Mindestlohn 2015 erstmals eingeführt wurde. Unternehmen, darunter auch Friseursalons, bereiten sich bereits auf die finanziellen Auswirkungen vor.

Der gesetzliche Mindestlohn wurde in Deutschland 2015 bei 8,50 Euro pro Stunde eingeführt. 2022 erhöhte die Ampelkoalition ihn auf 12 Euro – ein deutlicher Sprung. Nun sind weitere Steigerungen geplant: Ab Januar 2026 soll er 13,90 Euro betragen, 2027 dann 14,60 Euro.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks bezeichnete die bevorstehenden Erhöhungen als "ausgewogen und verkraftbar". Doch nicht alle kleinen Betriebe teilen diese Einschätzung. Eine Friseurin aus Lünen in Nordrhein-Westfalen plant, ihre Preise um 4 bis 6 Prozent anzuheben, um die höheren Lohnkosten auszugleichen. Gleichzeitig kritisierte sie Konkurrenzsalons, die mit "Super-Discount-Preisen" ihren Betrieb unfair unterbieten würden.

Wirtschaftsstudien zufolge führt eine Erhöhung des Mindestlohns um 10 Prozent in der Regel zu einem Anstieg der Verbraucherpreise um 6,8 bis 7,8 Prozent. Die Friseurin aus Lünen warnte zudem vor einem möglichen Mangel an Auszubildenden und machte die unsichere Zukunft der Branche dafür verantwortlich. Trotz dieser Bedenken könnten allein von der Erhöhung 2025 bis zu 6,6 Millionen Beschäftigte profitieren.

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Die nächsten Anpassungen werden den Mindestlohn 2026 auf 13,90 Euro und 2027 auf 14,60 Euro pro Stunde anheben. Während Millionen Arbeitnehmer davon profitieren, stehen kleine Unternehmen vor schwierigen Entscheidungen bei Preisen und Personal. Die langfristigen Folgen für Branchen wie das Friseurhandwerk bleiben abzuwarten.

Quelle