17 March 2026, 06:22

Mönchengladbach trotzt dem Trend: Insolvenzen sinken trotz bundesweitem Anstieg

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der durch COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung nach Branche, mit begleitendem Text, der die Gesamtauswirkungen und Erholungsdaten zusammenfasst.

Mönchengladbach trotzt dem Trend: Insolvenzen sinken trotz bundesweitem Anstieg

Mönchengladbach hebt sich als einzige Großstadt im Regierungsbezirk Düsseldorf mit einem Rückgang der Insolvenzfälle hervor. Während benachbarte Regionen mit steigenden finanziellen Problemen kämpfen, verzeichnet die Stadt einen bemerkenswerten Rückgang um 7,5 Prozent bei solchen Verfahren. Diese positive Entwicklung geht mit stetigem Wirtschaftswachstum und gezielten lokalen Projekten einher.

Offizielle Zahlen belegen einen klaren Abwärtstrend bei den Insolvenzen in Mönchengladbach: Unternehmenspleiten gingen um 8,0 Prozent zurück, Verbraucherinsolvenzen sanken um 9,0 Prozent, und die Gesamtzahl der Verfahren verringerte sich um 7,8 Prozent. Dies steht in krassem Gegensatz zu Nachbarstädten, in denen die Insolvenzen zwischen 6 und fast 19 Prozent stiegen.

Bundesweit nahmen Unternehmensinsolvenzen um 8 bis 10 Prozent zu, wobei Nordrhein-Westfalen 2024 einen Anstieg um 23,4 Prozent verzeichnete. Mönchengladbachs Widerstandsfähigkeit gründet auf einer diversifizierten Wirtschaft, die in den Bereichen Logistik, Maschinenbau und Gesundheitswesen gewachsen ist. Die Logistikbranche legte um 15 Prozent zu – angetrieben durch den Flughafen und die Rheinanbindung –, während das Gesundheitswesen durch neue Kliniken um 20 Prozent expandierte.

Die wirtschaftliche Stabilität der Stadt wird zusätzlich durch einen seit 2016 konstanten Gewerbesteuerhebesatz von 490 Prozent gestützt. Laufende Projekte wie der Wissens- und Innovationscampus, die Textilfabrik 7.0 und ein neuer Industriepark am Flughafen festigen diesen Aufschwung. Die Hochschule Niederrhein und der lokale Mittelstand sorgen zudem für einen kontinuierlichen Zustrom an Fachkräften.

Im IW-Dynamikranking 2024 belegte Mönchengladbach Platz 27 von 401 deutschen Regionen – ein Beleg für die starke wirtschaftliche Entwicklung. Seit 2015–2020 hat die Stadt durch ihre Diversifizierung ähnliche NRW-Städte wie Krefeld oder Oberhausen überflügelt, wo sich die Erholung in Schlüsselsektoren langsamer gestaltet.

Der Rückgang der Insolvenzen und das stetige Wirtschaftswachstum unterstreichen Mönchengladbachs strategische Vorteile. Durch den Fokus auf Innovation, Infrastruktur und Fachkräfteentwicklung hat sich die Stadt in einem herausfordernden regionalen Umfeld behauptet. Diese Anstrengungen festigen ihre Position in der Wirtschaft Nordrhein-Westfalens weiter.

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