Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Crash mit Rekordzahlen 2025
Stephen SchleichMönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Crash mit Rekordzahlen 2025
Mönchengladbach verzeichnet dramatischen Anstieg im Wohnungsbau – gegen den Bundestrend
Mönchengladbach hat einen deutlichen Aufschwung im Wohnungsbau erlebt und setzt damit dem bundesweiten Rückgang ein positives Zeichen entgegen. 2025 wurden in der Stadt 758 neue Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Dieser Boom fällt in eine Zeit, in der Nordrhein-Westfalen mit dem niedrigsten Wohnungsbauvolumen seit 14 Jahren zu kämpfen hat: Landesweit gingen die Fertigstellungen um 9,4 Prozent zurück.
Der Aufschwung in Mönchengladbach begann mit der Wohnungsbauinitiative 2023. Rund 43 Millionen Euro Eigenkapital flossen in die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau Mönchengladbach. Bis 2025 bewilligte die Stadt zudem 43,2 Millionen Euro an Fördermitteln für 218 zusätzliche Sozialwohnungen. Die Auslastung des Sozialwohnungsbudgets stieg damit auf 274 Prozent – ein deutlicher Sprung im Vergleich zu nur 5 Prozent im Jahr 2021.
Auch die Baugenehmigungen für neue Wohnungen stiegen 2025 um 73,6 Prozent. Die Baufertigstellungsrate der Stadt lag bei 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner und platzierte sie damit auf Platz drei unter den kreisfreien Städten des Landes. Dieser Wert liegt 43 Prozent über dem NRW-Durchschnitt von 19,8 – einem Wert, der selbst den tiefsten Stand seit 14 Jahren markiert.
Bundesweit wird der Rückgang im Wohnungsbau auf steigende Kreditzinsen und explodierende Baukosten zurückgeführt. Doch Mönchengladbachs konsequente Investitionen und politische Weichenstellungen heben die Stadt hervor: Die Fertigstellungen stiegen von 2024 auf 2025 um 188 Prozent.
Mönchengladbach gilt damit als eine der wenigen Erfolgsgeschichten in einem angeschlagenen Markt. Durch gezielte Förderung und beschleunigte Genehmigungsverfahren hat die Stadt Ergebnisse erzielt, wo andere ins Stocken geraten sind. Mit 758 fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2025 bietet ihr Ansatz einen deutlichen Kontrast zum allgemeinen Rückgang in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.






