10 June 2026, 14:36

Neue EU-Regel: Banken prüfen ab Oktober Name und IBAN bei jeder Überweisung

Wie die IBAN-Prüfung ab Oktober funktioniert

Neue EU-Regel: Banken prüfen ab Oktober Name und IBAN bei jeder Überweisung

Ab dem 9. Oktober führen Banken und Sparkassen in der EU eine neue Sicherheitsprüfung für Überweisungen ein. Die sogenannte Empfängerprüfung (Verification of Payee) verlangt, dass Name des Empfängers und IBAN vor der Freigabe der Zahlung abgeglichen werden. Die Regelung gilt für fast alle Euro-Überweisungen, einschließlich Echtzeittransaktionen.

Unter dem neuen System wird eine Überweisung nur dann ausgeführt, wenn Name und IBAN übereinstimmen. Stimmen sie nicht überein, erhält der Kunde eine Warnmeldung und muss selbst entscheiden, ob die Zahlung trotzdem erfolgen soll.

Ziel der Änderung ist es, Betrug zu bekämpfen, bei dem Kriminelle Geld oft auf eigene Konten umleiten. Betrugsmaschen umfassen etwa gefälschte E-Mails oder Jobangebote, die darauf abzielen, Daten oder Gelder zu stehlen. Banken erstatten Verluste nur, wenn Kunden sorgfältig gehandelt haben und keine Schuld trifft.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erinnert Kunden daran, mit sensiblen Kontodaten vorsichtig umzugehen. Haften tun Banken nicht, wenn ein Kunde eine Warnung ignoriert und eine nicht passende Überweisung durchführt. Auch bei grober Fahrlässigkeit oder vorsätzlichem Fehlverhalten des Kunden übernehmen sie keine Verantwortung.

Die Empfängerprüfung ist nicht in der gesamten EU verpflichtend, wird aber von teilnehmenden Instituten umgesetzt. Kunden, die Warnungen übergehen, haften persönlich für etwaige Schäden. Die Maßnahme soll Betrug erschweren, indem vor der Ausführung einer Überweisung eine zusätzliche Prüfebene eingeführt wird.

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