05 May 2026, 22:40

NRW 2050: Diese Städte wachsen – während andere Regionen schrumpfen

Karte von Deutschland, die Frankfurt mit Farbverläufen hervorhebt, die den Bevölkerungsdichteprozentsatz anzeigen, begleitet von erklärendem Text auf der linken Seite.

Prognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinland gewinnt - NRW 2050: Diese Städte wachsen – während andere Regionen schrumpfen

Nordrhein-Westfalen (NRW) steht in den kommenden Jahrzehnten vor tiefgreifenden demografischen Veränderungen. Während die meisten Regionen einen Bevölkerungsrückgang verzeichnen werden, könnten einige Städte und Kreise bis 2050 noch wachsen. Ursache für die Verschiebungen sind niedrige Geburtenraten, eine steigende Sterblichkeit und – als entscheidender Faktor für regionale Unterschiede – die Zuwanderung.

Laut Prognosen des Landesamts für Statistik werden bis 2050 nur zehn Kreise und kreisfreie Städte in NRW ein Bevölkerungsplus verzeichnen. Spitzenreiter ist der Kreis Heinsberg mit einem erwarteten Wachstum von 4,7 Prozent – der höchste Zuwachs im Land. Auch Mönchengladbach, Bonn, Münster, Düsseldorf und der Kreis Kleve gehören zu den wachsenden Regionen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Gleichzeitig wird sich vor allem der ländliche Raum in Ost- und Südwestfalen entvölkern. Besonders betroffen sind der Märkische Kreis, Olpe, der Hochsauerlandkreis und der Kreis Höxter, die die stärksten Rückgänge verkraften müssen. Auch das Ruhrgebiet verliert Einwohner: In Recklinghausen, im Ennepe-Ruhr-Kreis und in Unna wird jeweils ein Minus von etwa fünf Prozent erwartet.

Insgesamt könnte die Bevölkerung NRWs bis 2050 im Vergleich zu 2023 um eine halbe Million sinken. Bis 2070 könnte der Rückgang sogar eine Million erreichen. Die Berechnungen berücksichtigen dabei die Lebenserwartung sowie Migrationsbewegungen, die in den nächsten Jahren maßgeblich darüber entscheiden, wo sich Menschen niederlassen.

Die demografischen Verschiebungen werden NRW bis zur Mitte des Jahrhunderts prägen: Wachstum im Rheinland und in einigen urbanen Zentren steht einem Schwund in ländlichen und industriell geprägten Gebieten gegenüber. Diese Entwicklungen spiegeln übergeordnete Trends wider – eine alternde Gesellschaft, Wanderungsbewegungen und sinkende Geburtenzahlen, die das Land insgesamt verändern.

Quelle