NRW-Bauministerin Scharrenbach räumt Mobbing-Vorwürfe und Führungsfehler ein
Hilde KochScharrenbach bietet Mitarbeitern Gespräche nach Vorwürfen - NRW-Bauministerin Scharrenbach räumt Mobbing-Vorwürfe und Führungsfehler ein
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach steht seit Langem in der Kritik wegen Vorwürfen der Mobbing- und Fehlverhaltensvorfälle in ihrem Ressort. Berichten zufolge herrscht seit ihrem Amtsantritt 2022 ein von Angst und Einschüchterung geprägtes Arbeitsklima. Die intern bereits Monate vor der Bundestagswahl 2025 aufgebrachten Vorwürfe haben mittlerweile sogar öffentliche Eingeständnisse der Ministerin selbst zur Folge.
Erste Bedenken gegen Scharrenbachs Führungsstil wurden Anfang 2025 laut. Ein Personalvertreter einer Behörde informierte Nathanael Liminski, den Chef der Staatskanzlei, über Fehlverhalten in ihrem Ministerium. Interne Dokumente, darunter Dienstnotizen, beschreiben eine Atmosphäre der "Angst und des Terrors" unter den Mitarbeitenden. Ein hochrangiger Beamter äußerte später: "Diese Frau hat mich zerstört."
Bis März 2026 räumte Scharrenbach schließlich Fehler in ihrer Führungsweise ein. Sie gab zu, dass ihr Umgang mit den Beschäftigten nicht immer fair gewesen sei. Zudem zeigte sie sich tief betroffen von der Kritik und den Rückmeldungen der Belegschaft, die sie nach eigenen Worten stark belastet hätten.
Besonders in der Diskussion stand ihre Rolle während der Umstrukturierung der Digitalverwaltungsabteilung zu Beginn der Legislaturperiode. Beteiligt waren neben Scharrenbach auch Staatssekretär Daniel Sieveke und betroffene Mitarbeitende. Zwar wurden seit 2022 keine größeren strukturellen oder personellen Veränderungen bekannt gegeben, doch das Ministerium hat Maßnahmen ergriffen, um die Probleme anzugehen – darunter Gesprächsrunden mit Betroffenen und die Zusammenarbeit mit dem Personalrat.
Mittlerweile hat Scharrenbach betroffenen Beschäftigten persönliche Gespräche angeboten. Die Bemühungen zur Verbesserung der Führungsprozesse im Ministerium laufen weiter. Über umfassendere Reformen wurden jedoch bisher keine weiteren Details veröffentlicht.






