21 March 2026, 14:21

NRW-Innenministerin Scharrenbach steht wegen "Systems der Angst" in der Kritik

Ein Diagramm mit der Überschrift "Verantwortung in der Gemeinschaft" mit drei miteinander verbundenen Kreisen um einen zentralen Kreis, alle in fetter, leuchtender Farbe mit Pfeilen, die Beziehungen anzeigen.

NRW-Innenministerin Scharrenbach steht wegen "Systems der Angst" in der Kritik

Innenministerin und Heimatministerin von Nordrhein-Westfalen, Ina Scharrenbach, sieht sich schweren Vorwürfen aus den eigenen Reihen ausgesetzt. Mitarbeiter werfen ihr vor, eine Arbeitskultur der Angst, Einschüchterung und gesundheitsschädigenden Behandlung gefördert zu haben. Die von Der Spiegel veröffentlichten Anschuldigungen beschreiben ein Führungsverhalten von solch schwerwiegender Art, dass es Forderungen nach politischen Konsequenzen ausgelöst hat.

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Den Vorwürfen zufolge habe Scharrenbach im Ministerium ein "System der Angst" etabliert. Mitarbeiter – einige davon anonym – werfen ihr "gesundheitsgefährdendes Verhalten" und "katastrophale Führung" vor. Zwar ist unklar, wie viele Beschäftigte betroffen sind, doch die Berichte haben scharfe Reaktionen der Opposition hervorgerufen.

Die Ministerin hat die Kritik öffentlich eingeräumt. Sie bedauerte Fälle, in denen ihr Führungsstil zu Belastungen geführt habe, und kündigte Maßnahmen zur Lösung der Probleme an. Dazu gehören die Einrichtung eines anonymen Feedbackkanals sowie eine Dienstversammlung, um die Sorgen der Belegschaft zu besprechen.

Die Opposition hat umgehend reagiert. Die FDP fordert eine Debatte im Landtag und argumentiert, Scharrenbachs Führung behindere die Digitalisierungsbemühungen und verursache politischen Schaden. Die NRW-SPD hingegen betont, die Vorwürfe seien unbestritten, und verlangt Konsequenzen für das sogenannte "System der Angst".

Scharrenbach hat sich zu einer Verbesserung der Führungskultur in ihrem Ministerium verpflichtet. Die angekündigten Schritte sollen den Mitarbeitern sichere Wege bieten, ihre Bedenken zu äußern. Der politische Druck wächst indes weiter – die Opposition besteht darauf, dass die Angelegenheit offiziell im Parlament behandelt wird.

Quelle