03 April 2026, 00:51

NRW-Kinderministerin Schäffer setzt auf Kernbetreuungszeiten gegen Personalnot in Kitas

Ein Plakat mit dem Text "Brauchen die Armen ihre Kinder's Hilfe?" begleitet von Bildern.

NRW-Kinderministerin Schäffer setzt auf Kernbetreuungszeiten gegen Personalnot in Kitas

Nordrhein-Westfalens neue Kinderministerin Verena Schäffer verteidigt Pläne für Kernbetreuungszeiten in Kitas

Die neue Kinderministerin von Nordrhein-Westfalen, Verena Schäffer, hat die Einführung von Kernöffnungszeiten in Kindertageseinrichtungen verteidigt. Mit dem Vorstoß soll dem Personalmangel in nordrhein westfalen begegnet werden, ohne dass Einrichtungen schließen müssen. Kritiker warnen jedoch, die Reform könnte die Betreuungsqualität insgesamt verschlechtern.

Die Neuerung ist Teil des neuen Kinderbildungsgesetzes und sieht vor, dass Kitas für fünf täglich festgelegte "Kernstunden" mit Stammpersonal besetzt werden. Die übrigen "Randzeiten" würden dann von ergänzenden Kräften mit kürzerer Ausbildung abgedeckt. Schäffer bezeichnete dieses Modell als notwendige Lösung, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wenn Erzieherstellen unbesetzt bleiben.

Sie begründete die Reform mit dem akuten Fachkräftemangel, der das bisherige System an seine Grenzen bringe. "Das System braucht mehr Verlässlichkeit", betonte sie und verwies auf erfolgreiche Pilotprojekte in Bayern und nordrheinwestfalen seit 2022. Diese hätten zwar die Planungssicherheit für Eltern verbessert und die Personaldecke stabilisiert, standen aber in der Kritik wegen höherer Kosten und Gewerkschaftsbedenken hinsichtlich Überlastung.

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Ähnliche Modelle in Österreich und der Schweiz zeigten positive Effekte auf das Wohl der Kinder, doch Evaluierungen aus den Jahren 2023 bis 2025 verweisen weiterhin auf anhaltende Personalengpässe und bürokratische Hürden. Nach dem neuen Plan müssten ergänzende Kräfte zwar pädagogische Qualifikationen vorweisen, ihre Ausbildung würde jedoch nur zwei statt drei Jahre dauern.

Ziel der geplanten Änderungen ist es, den Kita-Betrieb trotz Personalkrise zu sichern. Bei Umsetzung würden die Einrichtungen auf eine Mischung aus voll ausgebildetem Stammpersonal und kürzer qualifizierten Unterstützungskräften setzen. Die Auswirkungen der Reform auf Betreuungsqualität und Personalstabilität werden in den kommenden Jahren genau beobachtet.

AKTUALISIERUNG

Resignation and Criticism Preceded Schäffer's Kita Reform Defense

The current Kita reform debate follows intense political fallout. Key developments include:

  • Former Minister Paul resigned in 2025 over pressure from the controversial Kernzeiten model.
  • Critics warned the plan would reduce qualified staff hours to five daily "core times," with less-trained assistants covering remaining hours.
  • The Freien Wohlfahrtspflege argued the model would worsen early childhood education quality and increase bureaucracy.