07 May 2026, 04:19

NRW-Polizei rüstet sich mit OSINT für digitale Ermittlungen der Zukunft

Ein lachender Mann im Anzug und mit Krawatte, mit einem unscharfen Hintergrund und einem Text auf der rechten Seite, der besagt, dass er Zugang zu Wissen und Werkzeugen hat, um gewalttätigen Extremismus durch das Strong Cities Network herauszufordern.

NRW-Polizei rüstet sich mit OSINT für digitale Ermittlungen der Zukunft

Nordrhein-Westfalens Polizei startet Großoffensive für bessere digitale Ermittlungen

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat eine umfassende Initiative gestartet, um ihre Fähigkeiten bei Online-Ermittlungen deutlich auszubauen. Im Mittelpunkt steht Open Source Intelligence (OSINT) – ein Programm, das Beamte darin schult, digitale Beweismittel aus öffentlich zugänglichen Quellen zu beschaffen. Experten zufolge soll die Schulung die Teams innerhalb weniger Tage voll einsatzfähig machen – und das rechtlich einwandfrei.

Federführend ist das Landeskriminalamt (LKA) Düsseldorf, wo Fabian Coenen die Abteilung 22.2 leitet. Sein einst nur aus zwei Personen bestehendes Team zählt mittlerweile 16 Spezialisten – darunter IT-Experten, Soziologen und Politikwissenschaftler –, die sich auf politisch motivierte Kriminalität konzentrieren. Zu ihnen gehört Laura Ellrich, eine 28-jährige Beamtin, die 2022 in den Staatsschutz wechselte.

Für die Ausbildung zeichnet Marc Restemeyer verantwortlich, ein 37-jähriger Dozent beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP). Er bereitet neue LKA-Mitarbeiter und Polizisten für die „Digitale Streife“-Einheiten in sechs regionalen Polizeibehörden vor. Im Rahmen des Projekts wurde der Personalbestand des LKA bereits um zehn Stellen aufgestockt – sechs davon in Coenens Team –, während fast 100 weitere Beamte auf sechs Staatsschutzbehörden im Land verteilt wurden.

Um die Schulungen zu standardisieren, haben Restemeyer und andere Fachleute ein Online-Tool entwickelt. Es stellt sicher, dass die Teilnehmer zügig OSINT-Methoden erlernen und dabei alle rechtlichen Vorgaben einhalten. Sechs spezialisierte Einheiten bieten inzwischen schnelle OSINT-Unterstützung im Einsatzfall und stärken so die Fähigkeiten des Staatsschutzes in Deutschland.

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Die OSINT-Offensive bedeutet einen bedeutenden Fortschritt für die nordrhein-westfälische Polizei. Die Beamten sind nun in der Lage, Daten aus sozialen Medien und anderen öffentlichen Quellen zu extrahieren und auszuwerten. Durch den Ausbau von geschultem Personal und Spezialeinheiten wird die digitale Schlagkraft der Strafverfolgungsbehörden in der gesamten Region gestärkt.

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