Obdachlosigkeit in Mönchengladbach steigt 2025 um fast neun Prozent an
Stephen SchleichObdachlosigkeit in Mönchengladbach steigt 2025 um fast neun Prozent an
Obdachlosigkeit in Mönchengladbach steigt stark an – Zunahme um fast neun Prozent im Jahr 2025
Die Zahl der Obdachlosen in Mönchengladbach ist deutlich gestiegen: 2025 verzeichnete die Stadt einen Anstieg um nahezu neun Prozent. Trotz des Ausbaues von Notunterkünften suchen mehr Menschen als je zuvor nach akuter Unterbringung.
Laut offiziellen Angaben wurden im vergangenen Jahr 221 obdachlose Personen registriert – ein Zuwachs gegenüber 2024. Ein größerer Teil von ihnen war auf kommunale Notunterkünfte angewiesen, um Unterstützung zu erhalten.
Die neue Männerherberge in der Breiten Straße bot 2025 rund um die Uhr Betreuung für 244 Menschen an. Die Einrichtung verfügt über bis zu 70 Schlafplätze und wird von Verwaltungs-, Hausmeister- und medizinischem Personal betreut. Die Frauen- und Familienunterkunft im Stadtteil Luisental nahm hingegen 125 Personen auf, darunter 29 Familien. Obwohl die Kapazität hier bei 94 Plätzen liegt, bleiben durch die Unterbringung von Familien oft Betten ungenutzt – eine Herausforderung für die Auslastungsplanung.
Beide Einrichtungen bieten nicht nur sicheren Wohnraum, sondern auch soziale, pädagogische und medizinische Hilfsangebote. Doch Fachleute verweisen auf tiefgreifendere Ursachen für die steigende Obdachlosigkeit: wirtschaftliche Not, soziale Isolation, gesundheitliche Probleme und ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum.
Als Reaktion darauf will die Stadt bestehende Förderprogramme ausbauen. Neue Maßnahmen sollen vor allem den Übergang in langfristigen Wohnraum für diejenigen erleichtern, die derzeit auf Notunterkünfte angewiesen sind.
Die wachsende Nachfrage nach Unterkünften unterstreicht die anhaltenden Belastungen für das Mönchengladbacher Wohnungs- und Sozialsystem. Die Behörden arbeiten nun daran, Unterstützungsnetzwerke zu stärken und vulnerablen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu stabilen Wohnverhältnissen zu verbessern.






