26 March 2026, 08:23

Öffentliche Lesung in Lünen: Warum Femizide ein gesellschaftliches Problem bleiben

Eine Frau in einem weißen Hemd steht vor einem Gebäude mit einem Zitat über die Unterstützung von Opfern von Extremismus, mit einem Logo in der rechten unteren Ecke.

Öffentliche Lesung in Lünen: Warum Femizide ein gesellschaftliches Problem bleiben

Öffentliche Lesung zum Thema Femizid am 25. November 2025 in Lünen

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Am 25. November 2025 um 17:00 Uhr findet in Lünen eine öffentliche Lesung zum Thema Femizid statt. Die Journalistin Julia Cruschwitz stellt im Persiluhr-Treffpunkt der Stadtbücherei Lünen ihr Buch "Femizide: Die Tötung von Frauen in Deutschland" vor. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung über die Volkshochschule Lünen ist jedoch erforderlich.

Die Veranstaltung wird vom Büro für Gleichstellung und Frauenangelegenheiten der Stadt Lünen in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und der Stadtbücherei organisiert. Cruschwitz' Buch untersucht, wie gesellschaftliche Einstellungen und Strukturen die Tötung von Frauen wegen ihres Geschlechts oft verharmlosen oder ignorieren. Ihre Forschung zeigt, dass Femizide kein Einzelphänomen sind, sondern ein systemisches Problem.

Laut offiziellen Zahlen wurden in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 360 Femizide verzeichnet – Fälle, in denen Frauen gezielt wegen ihres Geschlechts ermordet wurden. Eine Studie der Universität Tübingen aus dem Jahr 2025, die 292 Frauenmorde in ausgewählten Regionen analysierte, identifizierte 133 als Femizide im weiteren Sinne, davon 74 mit klar sexistischen Motiven. Rund 68,6 Prozent dieser Taten standen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt.

Heike Tatsch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lünen, betont, dass Gewalt gegen Frauen ein gesellschaftliches Problem sei – kein privates. Die Lesung soll das Bewusstsein für das Thema schärfen und eine öffentliche Diskussion anregen.

Die Veranstaltung findet in der Stadtbücherei Lünen, Gartenstraße 4, statt. Die Organisator:innen hoffen, mit der Lesung auf die anhaltende Problematik von Femiziden in Deutschland aufmerksam zu machen. Interessierte werden gebeten, sich über die Volkshochschule Lünen für einen Platz anzumelden.

Quelle