Polizei NRW jagt Influencer, die illegale Straßenrennen bewerben
Stephen SchleichTuner-Szene: NRW-Polizei zielt auf 'Entertainer' - Polizei NRW jagt Influencer, die illegale Straßenrennen bewerben
Polizei in Nordrhein-Westfalen geht gegen Social-Media-Influencer vor, die illegale Straßenrennen bewerben
Mit einer neuen Strategie will die Polizei gefährliche Autotreffen bereits im Vorfeld verhindern – durch die Überwachung von Online-Aktivitäten. Die Behörden setzen auf digitale Beobachtung, um geplante Zusammenkünfte frühzeitig zu erkennen und gezielt einzugreifen.
Im Fokus stehen Influencer, die mit Videos von rasanten Stunts und illegalen Rennen große Menschenmengen zu nicht genehmigten Veranstaltungen locken. Ihre Kanäle werden nun systematisch nach Hinweisen auf anstehende Treffen durchsucht. Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) und das Landeskriminalamt (LKA) arbeiten dabei eng zusammen, um Beweise zu sammeln und Risiken einzuschätzen.
Sobald ein illegales Tuning- oder Renn-event identifiziert wird, startet die Polizei Großoperationen – unterstützt von Hubschraubern und Drohnen. Beamte greifen bereits auf den Zufahrtswegen ein, um Teilnehmer abzufangen. Gegen Influencer können auf Basis des Ordnungsrechts Verwarnungen oder sogar Versammlungsverbote verhängt werden. Ziel ist es, dass die gefährlichen Treffen erst gar nicht stattfinden.
Wie viele Influencer im vergangenen Jahr bereits Verwarnungen oder Verbote erhalten haben, ist nicht offiziell bekannt. Doch die Strategie markiert einen Wechsel hin zu präventiver Polizeiarbeit – als Reaktion auf die zunehmenden Probleme mit illegalen Straßenrennen.
Die neuen Maßnahmen ermöglichen es der Polizei, Events zu unterbinden, bevor sie eskalieren. Influencer, die solche Aktionen bewerben, müssen nun mit direkten Konsequenzen rechnen. Die Behörden hoffen, so die Zahl gefährlicher Autotreffen in der Region deutlich zu reduzieren.