Polizei warnt: Zwei Frauen verlieren Tausende durch Krypto-Betrug im Kreis Paderborn
Hilde KochPolizei warnt: Zwei Frauen verlieren Tausende durch Krypto-Betrug im Kreis Paderborn
Polizei im Kreis Paderborn warnt vor Online-Investitionsbetrug nach Verlusten von zwei Frauen in Höhe mehrerer Tausend Euro
Betrüger lockten die Opfer mit gefälschten Werbeanzeigen in sozialen Medien, in denen sie hohe Renditen bei Kryptowährungsinvestitionen versprachen. Beide Frauen konnten ihr Geld nicht zurückerhalten, nachdem sie größere Summen auf unbekannte Konten überwiesen hatten.
Die erste Geschädigte, eine 38-jährige Frau, erhielt scheinbar professionelle Beratung zum Handel mit Kryptowährungen. Überzeugt von den Ratschlägen überwies sie einen fünfstelligen Betrag auf eine Online-Plattform. Kurz darauf wurde sie von einer Person kontaktiert, die sich als Leiter der Gewinnabteilung ausgab und eine zusätzliche vierstellige Einzahlung für höhere Auszahlungen forderte. Als sie versuchte, ihre Erträge abzuheben, stellte sie fest, dass die Plattform betrügerisch war und ihr Geld verschwunden war.
Auch eine 62-jährige Frau fiel auf ein ähnliches Schema herein, nachdem sie eine Anzeige gesehen hatte, die unrealistisch hohe Renditen für Altersvorsorgegelder versprach. Sie überwies eine niedrige dreistellige Mindesteinlage, um an der Investitionsmöglichkeit teilzunehmen. Wie das erste Opfer wurde auch ihr später ein Berater zugewiesen, der zunächst glaubwürdig wirkte. Erst als sie versuchte, auf ihr Geld zuzugreifen, bemerkte sie, dass sie betrogen worden war.
Die Polizei berichtet, dass solche Betrugsmaschen oft mit auffälligen Werbeanzeigen in sozialen Medien beginnen, die ungewöhnlich hohe Gewinne versprechen. Die Opfer werden mit überzeugenden Beratern zusammengebracht, die Misstrauen so lange hinauszögern, bis das Geld überwiesen ist. Dann ist es in der Regel zu spät, um die Gelder zurückzuholen.
Die Behörden weisen darauf hin, dass solche Fälle in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Allein in Bayern bearbeitete die Zentralstelle Cybercrime bis Oktober 2025 rund 3.000 Fälle betrügerischer Handelsplattformen – doppelt so viele wie Mitte 2023. Die geschätzten Schäden belaufen sich auf etwa 500 Millionen Euro.
Die Polizei rät der Bevölkerung, bei Online-Investitionswerbung äußerste Vorsicht walten zu lassen. Man solle niemals sensible Daten preisgeben oder Geld auf unbekannte Konten überweisen. Wer Betrug vermutet, wird aufgefordert, dies umgehend zu melden, um weitere Verluste zu verhindern.






